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Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

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Strompreise in Deutschland auf Rekordhoch

14.01.2020 | Energienachrichten

Die Strompreise für Verbraucher sind bundesweit auf einem Rekordhoch, noch nie mussten Menschen mehr für Strom bezahlen als im Jahr 2020. Eine Kilowattstunde (kWh) Strom kostet beim Grundversorger laut den Analysen von StromAuskunft.de im bundesweiten Schnitt 33,37 Cent, beim günstigsten Alternativanbieter sind es 26,86 Cent. Der Preis für den günstigsten Ökostromtarif liegt im bundesweiten Schnitt ebenfalls bei 26,86 Cent pro kWh.

Regionale Preisunterschiede betragen bis zu 420 Euro

"Zwischen der günstigsten Gemeinde in Hasbergen und der teuersten Gemeinde in Windsbach liegen rund 420 Euro Preisunterschied bezogen auf einen den Grundversorgungstarif beim lokalen Versorger sowie einem Jahresverbrauch von 3500 kWh. Das ist ein enormer Preisunterschied, zumal es beim Strom keine Qualitätsunterschiede gibt und in der Grundversorgung gesetzlich einheitliche Kündigungsfristen gelten", sagt Dr. Jörg Heidjann, Energieexperte und Herausgeber der Stromstudie.

Auf Bundesländer-Ebene betrachtet zahlen Stromkunden in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen die höchsten Strompreise in Deutschland. Deutlich günstiger sind die Stromkosten in Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Bremen                 1083,- 
Niedersachsen          1085,- 
Rheinland-Pfalz        1118,- 
Nordrhein-Westfalen    1128,- 
Hessen                 1156,- 
Baden-Württemberg      1157,- 
Sachsen                1159,- 
Sachsen-Anhalt         1174,- 
Berlin                 1188,- 
Hamburg                1197,- 
Bayern                 1201,- 
Saarland               1207,- 
Schleswig-Holstein     1214,- 
Thüringen              1226,- 
Brandenburg            1232,- 
Mecklenburg-Vorpommern 1254,- 

Tabelle: Strompreise in den Bundesländern 

Strompreise für die 10 größten Städte in Deutschland

Die Preisanalyse für die 10 größten Städte ergibt folgendes Bild. Einwohner in Frankfurt zahlen demnach über 230 Euro mehr für Strom als Einwohner in Düsseldorf. Eher günstig ist Strom in München, Essen und Köln, während die Preise in Hamburg und Berlin zu den teureren zählen.

Düsseldorf    1003,- 
München       1085,- 
Essen         1104,- 
Köln          1109,- 
Dortmund      1156,- 
Leipzig       1169,- 
Stuttgart     1176,- 
Berlin        1188,- 
Hamburg       1197,- 
Frankfurt     1235,- 

Tabelle Strompreise in den 10 größten Städten in Deutschland 

Die günstigsten 5 Städte in Deutschland sind:

Hasbergen      965,- 
Meckenheim     971,- 
Emmerich       985,- 
Buxtehude      987,- 
Hamm           999,- 

Die teuersten 5 Städte in Deutschland sind:

Windsbach     1383,- 
Buchbach      1373,- 
Cadolzburg    1363,- 
Mengen        1363,- 
Neustadt      1358,- 

Ersparnis durch den Anbieterwechsel nimmt ab

Ein Vergleich der Strompreisanalysen über 6 Jahre zeigt, dass die Differenzen zwischen dem lokalen Stromanbieter und dem günstigsten Alternativtarif in Summe kleiner geworden ist, d.h. die Preisunterschiede insgesamt abgenommen haben. Mögliche Ursache ist, dass einige Discountanbieter, die in der Vergangenheit Kunden mit Billigstromangeboten angelockt haben, mittlerweile insolvent sind.

Ökostrom ist nicht teurer als "normaler" Strom

Eine weitere Erkenntnis der aktuellen Preisstudie ist, dass Ökostrom mittlerweile nicht mehr teurer ist als "normaler" Strom. "Im Bundesdurchschnitt gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Ökostromtarifen und normalen Tarifen. Das beobachten wir nun zum ersten Mal und ist eine sehr positive Entwicklung auf dem Energiemarkt", sagt Dr. Jörg Heidjann.

Methodik: Das Verbraucherportal StromAuskunft führt seit dem Jahr 2014 eine in der Form einzigartige Strompreisanalyse für 6400 Städte in Deutschland durch. Grundlage für die Berechnung der Strompreise ist ein Jahresverbrauch von 3500 kWh. Stromtarife mit Kaution und/oder Vorauskasse werden nicht berücksichtigt. Weitere Kriterien für die Preisberechnung: Vertragslaufzeit: bis 12 Monate; Preisgarantie: mind. 12 Monate; Kündigungsfrist: max. 6 Wochen.


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