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Sachsen-Anhalt will Mindestabstand von Windkraftanlagen umgehen

22.11.2019 | Energienachrichten

Sachsen-Anhalts Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, Claudia Dalbert, hat im Interview mit dem Inforadio des RBB angekündigt, dass ihr Bundesland die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung beim Mindestabstand von Windkraftanlagen anstrebe. Dieser liegt nach Beschlüssen auf Bundesebene bei 1.000 Metern zu Wohnsiedlungen ab fünf Häusern.

Gegenüber dem RBB-Inforadio sagte die Grünen-Politikerin: "Die Landesregierung hat sich so verständigt, dass wir das auf jeden Fall tun werden." Verschiedene Gutachten hätten deutlich gemacht, dass durch eine starre Mindestabstandsregelung bis zu 50 Prozent der benötigten Flächen für die Windenergie verloren gingen. "Und wir brauchen mehr Fläche für die Windkraft als wir jetzt haben", so die Ministerin. "Dieser 1.000-Meter-Abstand, auch zu Kleinstsiedlungen, das bricht der Windkraft das Genick."

Die im Bundeswirtschaftsministerium beschlossene Mindestabstandsregelung konterkariere die Arbeit von Planungsgemeinschaften vor Ort, kritisiert Dalbert. Diese würden sich im konkreten Einzelfall mit dem individuell benötigten Abstand zu Siedlungen oder Wäldern befassen. Eine pauschale Regelung des Bundes mache dies zunichte.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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