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Steigende EEG-Umlage - Energiebranche fordert Stromsteuersenkung

21.10.2019 | Energienachrichten

In der vergangenen Woche haben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der künftigen EEG-Umlage bekanntgegeben: Sie steigt 2020 um 5,5 Prozent auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisiert vor diesem Hintergrund die hohe Abgabenlast beim Strompreis für Privathaushalte und Gewerbetreibende.

"Von 100 Euro Stromrechnung sind 53 Euro staatlich verursacht. Mit Blick auf diese Belastungen kann es nur eine richtige Schlussfolgerung geben: Runter mit der Steuerlast", fordert Kapferer und führt aus: "Was die Bundesregierung im Rahmen ihres Klimapakets hier plant, ist zu wenig: Im ersten Schritt soll die EEG-Umlage im Jahr 2021 um 0,0025 Euro pro Kilowattstunde gesenkt werden. Das bedeutet für einen Haushalt eine monatliche Entlastung von gerade einmal 73 Cent. Viel zielführender wäre es, die Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum zu senken. Das ergäbe eine Senkung der Steuer- und Abgabenlast auf Strom um immerhin 2 Cent je Kilowattstunde. Für einen Durchschnitthaushalt würde dies etwa 84 Euro Entlastung pro Jahr bedeuten."

Mit Blick auf die gestiegene EEG-Umlage sagt Kapferer: "Vor zwei Jahren wurde die Förderung der erneuerbaren Energien umgestellt. Statt einer fixen Vergütung wird die Förderhöhe über Ausschreibungen ermittelt, bei der das niedrigste Gebot für eine bestimmte Ausbaumenge den Zuschlag erhält. Diese Umstellung wird sich in Zukunft dämpfend auf die Kosten des Erneuerbaren-Ausbaus und damit auf die EEG-Umlage auswirken."


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz