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Wirtschaftsforscher: "Perverse Anreize" im Klimapaket der Bundesregierung

02.10.2019 | Energienachrichten

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat vehement Nachbesserungen an den klimapolitischen Beschlüssen der Bundesregierung gefordert. Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte der Experte, es gebe "perverse Anreize" im Klimapaket.

"So werden vor allem besserverdienende Pendler durch steuerliche Effekte und die Erhöhung der Pendlerpauschale am Ende sogar mehr Geld in der Tasche haben", kritisiert Fratzscher. Grundsätzlich lobt der Ökonom die Bundesregierung für ihr klimapolitisches Handeln. "Sie hätte dabei allerdings mutiger sein sollen. Eine klare Ansage wäre zum Beispiel: Ab dem Jahr 2030 werden keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen, so wie es andere europäische Länder machen. Das wäre ein Rahmen, auf den sich Bürger und Unternehmen einstellen könnten. Da sollte die Bundesregierung ihr Klimaprogramm nachbessern."

Eine ökonomische Überforderung sieht der DIW-Präsident in den vorgelegten Klimaschutzplänen nicht. Zwar seien Anpassungen und Veränderungen notwendig, diese würden jedoch auch mit riesigen Wachstumschancen einhergehen - gerade für technologisch hoch entwickelte Länder wie die Bundesrepublik. Fratzscher: "Wir sind, etwa bei den erneuerbaren Energien, ganz vorn mit dabei. Viele technologische Entwicklungen finden hierzulande statt. Darauf können wir aufbauen."


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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