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Biogasbranche fürchtet um Existenz

18.09.2019 | Energienachrichten

Im kommenden Jahr endet für die ersten Biogasanlagen in Deutschland die 20-jährige Vergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Ohne rentable Anschlussvergütung fürchten zahlreiche Betreiber, ihre Anlagen stilllegen zu müssen.

Der Biogasbranche drohe nicht nur Stillstand, sondern mittelfristig der Rückbau bestehender Anlagen, warnt Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas. "Anstatt jetzt mit voller Energie in eine CO2-freie Zukunft aufzubrechen, bremst die Bundesregierung den Ausbau und den Erhalt regenerativer Kraftwerke aus."

In Deutschland wird gegenwärtig in knapp 10.000 Biogasanlagen Strom für rund zehn Millionen Haushalte sowie Wärme für über eine Million Haushalte erzeugt. Damit würden gegenüber dem Einsatz fossiler Energieträger jährlich 20 Millionen Tonnen CO2 eingespart, rechnet der Branchenverband vor. Diese Menge entspreche den durchschnittlichen Emissionen von 1,6 Millionen Bundesbürgern.

"Auf diese CO2-Einsparung können und dürfen wir nicht verzichten", sagt da Costa Gomez. Vor allem weil Biogas als speicherbarer regenerativer Energieträger den Wegfall von Kohle- und Kernkraft verlässlich kompensieren könne. Hinzu komme, dass die nicht in Biogasanlagen vergorene Gülle Methan emittiere - ein schädliches Klimagas. In Biogasanlagen könne das Methan aufgefangen und in Strom und Wärme umgewandelt werden. "Die Ausscheidungen von drei Kühen reichen aus, um einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt ein Jahr lang mit klimafreundlichem Strom zu versorgen", erklärt da Costa Gomez.


© 2019 Redaktion GasAuskunft.de, Björn Katz

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