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Strompreisrabatte für Unternehmen belasten Privathaushalte

11.09.2019 | Energienachrichten

Tausende Unternehmen aus Deutschland haben für 2020 eine Befreiung von der EEG-Umlage beantragt. Weil der staatliche Strompreisrabatt letztlich zu Lasten der Privathaushalte geht, werden Forderungen nach mehr Kostengerechtigkeit und weniger Ausnahmeregelungen für die Industrie immer lauter.

Nach Auskünften des Bundeswirtschaftsministerium haben deutschlandweit mehr als 2.000 Unternehmen beantragt, im kommenden Jahr von der EEG-Umlage teilweise oder komplett befreit zu werden. Dadurch sollen Firmen mit hohem Energiebedarf, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten müssen, finanziell entlastet werden.

Privathaushalte müssen die EEG-Umlage dagegen stets in vollem Umfang zahlen. Sie liegt aktuell bei 6,4 Cent pro Kilowattstunde und und wird laut Prognosen im nächsten Jahr nochmals leicht auf 6,5 bis 6,7 Cent ansteigen. Die Kostenlast fällt für Haushalte, Gewerbetreibende und nicht bevorzugte Unternehmen auch wegen der Ausnahmeregelungen für Industriebetriebe entsprechend hoch aus.

Die Bundestagsfraktion der Grünen hat sich erneut für mehr Kostengerechtigkeit bei der Finanzierung der Energiewende ausgesprochen. So sollten die Strompreisrabatte künftig nur noch für Branchen gelten, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen. Zudem empfehlen die Grünen, Befreiungen von der EEG-Umlage in Zukunft über den Steuerhaushalt auszugleichen, damit die Strompreise für Privathaushalte davon unbeeinflusst bleiben.

--> mehr Infos zur EEG-Umlage und den Strompreisen in Deutschland


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz