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Analyse: Deutschland hinkt Klimazielen um Jahre hinterher

09.09.2019 | Energienachrichten

Eine aktuelle Analyse der Unternehmensberatung McKinsey kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland seinen nationalen Klimazielen für 2020 und 2030 nach derzeitigem Stand um Jahre hinterherhinkt. Gleichzeitig sei die Stabilität der Energieversorgung mittelfristig gefährdet.

Die bundesweiten CO2-Emissionen, so McKinsey, hätten im vergangenen Jahr mit 866 Millionen Tonnen um 116 Millionen Tonnen über dem angestrebten Ziel für 2020 gelegen. Setze sich die Entwicklung im bisherigen Tempo fort, würden die Klimaziele 2020 mit acht Jahren und die Ziele 2030 gar mit 16 Jahren Verspätung erreicht. Zudem würden die bis dato erzielten Einsparungen fast ausschließlich auf den Stromsektor entfallen. Die Wärme verzeichne nur geringe Fortschritte, während die Emissionen des Verkehrssektors sogar ansteigend seien.

Gleichzeitig drohen laut McKinsey mittelfristige Probleme bei der Stromversorgung. Da im Zuge von Atom- und Kohleausstieg in den nächsten zehn Jahren mehr als 40 Prozent der gesicherten Leistung vom Netz gingen, benötige Deutschland bis 2030 17 Gigawatt an zusätzlicher Kapazität. Um diese Lücke zu schließen, müssten nicht nur die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut, sondern auch flexible konventionelle Kraftwerke neu gebaut oder vorhandene in Reserve gehalten werden.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz