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Energiebedarf der Bundesministerien im Klima-Check

27.08.2019 | Energienachrichten

Die Dienstsitze der Bundesministerien sind in Sachen Klimaschutz keine Vorbilder. Das besagt eine Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 26 Ministerien und nachgeordneten Behörden. Demnach lassen sich nur in vier von zwölf Bundesministerien wirklich klimaschonende Gebäudekonzepte erkennen.

Für den Klima-Check wurden die Energieausweise der Ministerialgebäude und deren Energiebedarf herangezogen. Als Orientierung für einen klimaneutralen Gebäudebereich bis 2050 gilt der KfW-40-Standard. Lediglich vier der untersuchten Behörden sieht die DUH dementsprechend auf einem guten Weg: das Ministerium für Bildung und Forschung, das Umweltministerium, das Landwirtschaftsministerium sowie das Auswärtige Amt. Mit einem Energiebedarf von 36 Kilowattstunden pro Quadratmeter präsentiert sich das Forschungsministerium sogar schon heute vereinbar mit den Klimazielen 2050.

Alle weiteren Ministerien haben nach Auffassung der DUH Sanierungsbedarf. Mit einem Energiebedarf von jeweils über 140 kWh/m² schneiden Wirtschafts-, Verteidigungs- und Finanzministerium sowie das Bundeskanzleramt besonders schlecht ab. Schlusslicht ist das Familienministerium mit 211 kWh/m².

Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, stellt klar: "Ohne den Gebäudebereich werden die Klimaziele definitiv nicht erreicht." Daher hat die Umwelthilfe einen Maßnahmenkatalog erstellt. Dieser umfasst unter anderem Empfehlungen wie den Ausstieg aus Ölheizungen ab 2020 sowie aus Gasheizungen ab 2025 und ein Anheben der Effizienzanforderungen für Neubauten auf den KfW-40-Standard.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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