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Prognose: EEG-Umlage steigt 2020 leicht an

20.08.2019 | Energienachrichten

Auf Basis der Strommarkt-Entwicklungen im laufenden Jahr prognostizieren die Berliner Experten von Agora Energiewende einen leichten Anstieg der EEG-Umlage 2020 auf 6,5 bis 6,7 Cent pro Kilowattstunde. Die im Strompreis enthaltene Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien liegt gegenwärtig bei 6,4 Cent.

Der geringfügige Anstieg der EEG-Umlage ist laut Agora Energiewende auf zwei Ursachen zurückzuführen. Erstens fallen im kommenden Jahr besonders hohe Förderungen für neue Windkraftanlagen auf See an. Zweitens gehen die Überschüsse auf dem EEG-Konto zurück, auf welches die Zahlungen der Stromverbraucher fließen. Da der Kontostand zum Berechnungsstichtag nach aktueller Schätzung um rund 1,5 Milliarden Euro niedriger liegen wird als im Vorjahr, fallen auch die Rückerstattungen aus dem Überschuss an die Verbraucher in Form einer sinkenden EEG-Umlage geringer aus.

Insgesamt sei die Höhe der EEG-Umlage in den letzten Jahren relativ konstant geblieben, resümieren die Berliner Analysten und stellen einen baldigen Kostenrückgang in Aussicht: "Unsere Berechnungen zeigen, dass die EEG-Umlage im Jahr 2021 bei rund sieben Cent die Kilowattstunde den Kostengipfel erreicht haben wird", sagt Agora-Direktor Dr. Patrick Graichen. "Anschließend fallen nach und nach die kostenintensiven Anlagen der ersten Generation aus der EEG-Förderung und die Umlage sinkt allmählich."

Trotzdem müssten Haushalte für das Jahr 2020 mit einer durchschnittlichen Strompreiserhöhung von etwa einem Cent pro Kilowattstunde rechnen. Diese Entwicklung sei zur Hälfte auf steigende Börsenstrompreise zurückzuführen und zur Hälfte auf teurere Abgaben und Umlagen auf staatlicher Seite.

-> Hintergründe und Informationen zur EEG-Umlage


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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