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Nord Stream 2: US-Sanktionen werden wahrscheinlicher

14.08.2019 | Energienachrichten

In Zusammenhang mit der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 haben die Vereinigten Staaten wiederholt wirtschaftliche Sanktionen angedroht. Dieses Szenario ist nun wahrscheinlicher geworden, denn der US-Senat hat dem Entwurf eines entsprechenden Sanktionsgesetzes zugestimmt.

Nord Stream 2 soll nach ihrer zum Jahresende geplanten Fertigstellung Gas von Russland unter Umgehung der bisherigen Haupttransportroute über die Ukraine nach Deutschland leiten. Die USA bewerten das Projekt als schädliche Einflussnahme Russlands auf den europäischen Energiemarkt und befürchten steigende Abhängigkeiten. Nach Auffassung Russlands ist die harsche Kritik der Vereinigten Staaten vor allem dadurch motiviert, eigenes Fracking- und Flüssiggas nach Europa exportieren zu wollen.

Mit überwältigender Mehrheit hat der Auswärtige Ausschuss des US-Senats kürzlich für einen von Republikanern und Demokraten parteiübergreifend eingebrachten Entwurf eines Sanktionsgesetzes gestimmt: 20 Senatoren stimmten dafür, nur zwei dagegen. Die im Raum stehenden Sanktionen könnten sich wirtschafts- und finanzpolitisch gezielt gegen die am Bau und Betrieb der Pipeline beteiligten Unternehmen richten. Formal ist der russische Konzern Gazprom einziger Anteilseigner an der Nord Stream 2 AG. Dennoch sind diverse westeuropäische Energieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden mit mehreren Milliarden Euro am Pipelineprojekt beteiligt.


© 2019 Redaktion GasAuskunft.de, Björn Katz