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Milliarden Kilowattstunden Strom müssen abgeregelt werden

12.08.2019 | Energienachrichten

Mehr als 3,2 Milliarden Kilowattstunden Strom konnten im ersten Quartal 2019 nicht ins Stromnetz eingespeist werden. Das teilt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aktuell mit. Demnach mussten die Übertragungsnetzbetreiber vor allem überschüssigen Strom aus Windenergieanlagen abregeln.

Der Grund: Durch den fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien wird in Deutschland mehr Strom erzeugt als über die vorhandenen Netzkapazitäten in die Verbrauchszentren transportiert werden kann. Für die Netzbetreiber ist die Abregelung der Stromüberschüsse die letztmögliche Maßnahme, um das Netz zu stabilisieren. Nach Auffassung des BDEW müsse der Ausbau der Stromnetze angesichts dieser Zahlen oberste Prämisse sein. Bis dahin müsse die Politik den Weg frei machen, damit Ökostrom-Überschüsse nicht abgeregelt, sondern genutzt werden können - beispielsweise für elektromobile Zwecke oder durch Power-to-Gas-Technologien.

Denn: Mit 3,2 Milliarden Kilowattstunden Strom, so rechnet der BDEW vor, könnte man vieles bewegen: beispielsweise rund sechs Millionen E-Autos ein Vierteljahr lang. In etwa so viele PKW sind derzeit in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zusammen gemeldet. Alternativ hätten aus dem abgeregelten Strom rund zwei Milliarden Kilowattstunden grünes Gas hergestellt werden können, um damit 100.000 Haushalte ein Jahr lang zu beheizen.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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