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Kaum Ladepunkte für E-Autos in Mehrfamilienhäusern

08.08.2019 | Energienachrichten

Bewohner von Mehrfamilienhäusern haben in den seltensten Fällen die Möglichkeit, ihr Elektroauto zu Hause zu laden. Wie eine Studie des ADAC zeigt, sind die wenigsten privaten Tiefgaragen oder Parkflächen mit Steckdosen oder Ladestationen ausgestattet.

Lediglich vier Prozent der vom ADAC untersuchten Wohngebäude verfügen demnach über einen Stromanschluss und wiederum nur die Hälfte davon über eine Ladesäule bzw. Wallbox. Als Hauptgründe für die mangelhafte Ladeinfrastruktur nennt die Immobilienwirtschaft nicht geäußertes Interesse seitens der Mieter und Eigentümer, hohe Kosten, technische und regulatorische Hürden. Beispielsweise setzt das Wohnungseigentumsgesetz voraus, dass bei entsprechenden Umbauten die Miteigentümer einstimmig einwilligen müssen. Mieter bleiben bei solchen Entschlüssen außen vor.

Fortschritte sind laut ADAC-Erhebung auch kurz- und mittelfristig nicht zu erwarten: Nur ein Viertel der befragten Immobilienunternehmen erwägt die Einrichtung von Lademöglichkeiten in den nächsten drei Jahren. "Unter diesen Umständen wird es kaum gelingen, die Elektromobilität für alle Interessierten nutzbar zu machen", kritisieren die ADAC-Vizepräsidenten für Verkehr und Technik, Gerhard Hillebrand und Karsten Schulze. Rund 60 Prozent der Ladevorgänge von Privatnutzern fänden zu Hause statt. "Es ist deshalb notwendig, die Installation von Ladeinfrastruktur in Bestandsimmobilien zu erleichtern und das Miet- und Wohneigentumsrecht anzupassen."


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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