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Hitzeperioden führen zu Problemen in Atom- und Kohlekraftwerken

27.06.2019 | Energienachrichten

Auf Anfrage der Grünen hat das Bundesumweltministerium aktuell bestätigt, dass es im Hitzesommer 2018 sowie in vorherigen Hitzeperioden zu Problemen bei der Stromgewinnung in Kohle- und Atomkraftwerken gekommen ist.

In der Antwort des Ministeriums, die heute von der Rheinischen Post veröffentlicht wurde, heißt es, dass die Flüsse Rhein und Neckar aufgrund der anhaltenden Trockenheit Niedrigwasser führten, was Begrenzungen bei der Kühlwasserentnahme durch Kraftwerke zur Folge hatte. Im Sommer 2018 standen dadurch 1,3 Gigawatt Kraftwerkskapazitäten weniger zur Verfügung.

Im Wortlaut schreibt das Bundesumweltministerium: "Die anhaltende Hitzeperiode im Sommer 2018 hatte dazu geführt, dass sich die Temperaturen in Rhein und Neckar der Grenze von 28 Grad genähert haben, die aus Gründen des Gewässerschutzes ohne eine entsprechende Ausnahmegenehmigung für den Kraftwerksbetrieb nicht überschritten werden darf." Nichtsdestotrotz sei die Versorgungssicherheit zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.

"Deutschlands bisherige fossile und atomare Stromversorgung ist nicht nur klimaschädlich und gefährlich, sie ist auch alles andere als wetterfest", sagt Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete der Grünen. Da der diesjährige und künftige Sommer ähnlich heiß werden könnten, warnt sie vor Verzögerungen beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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