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Wirtschafts- und Energieexperten empfehlen CO2-Preis

14.06.2019
Wirtschafts- und Energieexperten empfehlen CO2-Preis

In dieser Woche haben sowohl Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena), als auch Christoph Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweisen), der Bundesregierung die Einführung eines CO2-Preises empfohlen.

"Die Umstellung auf eine klimaneutrale Wirtschaft quasi ohne Emissionen aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl bis 2050 ist das richtige Ziel. Es ist aber auch sehr aufwendig und teuer: Wir reden hier von mehreren Billionen Euro", so Wirtschaftsweisen-Chef Schmidt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Auch mit Blick auf den einzelnen Bürger muss man ehrlich sagen: Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif."

Schmidt hält es für richtig, klimaschädliche Energieträger, die beispielsweise beim Stromverbrauch, beim Heizen oder der Mobilität zu Emissionen führen, durch eine CO2-Bepreisung bzw. -Steuer zu belasten. Allerdings nur mit einem gezielten sozialen Ausgleich: "Wie können wir verhindern, dass gerade die Schwächeren zu sehr belastet werden? Das kann gelingen, indem die Einnahmen durch die CO2-Bepreisung an die Bürger zurückverteilt werden." Wichtig sein zudem, dass Deutschland einen CO2-Preis nicht im Alleingang, sondern international abgestimmt anstrebe: "Nicht zuletzt würde eine rein nationale Klimastrategie, selbst wenn sie auf einem einheitlichen Preissignal über alle Sektoren beruhen würde, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft erheblich gefährden."

dena-Chef Andreas Kuhlmann plädiert in einem Gastbeitrag im Handelsblatt für eine Finanzreform, die eine Befreiung aller Verbraucher von der EEG-Umlage einschließt. Um diese Entlastung zu finanzieren, schlägt er neben weiteren Instrumenten auch die Einführung einer CO2-Bepreisung in den Sektoren Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft vor.

Kuhlmann: "Gegenwärtig gibt es eine Reihe von Vorschlägen für eine Bepreisung von CO2. Für alle Modelle gilt: Zusätzlich zur CO2-Bepreisung sind weitere Maßnahmen notwendig. Politik muss vor allem auch über Förderprogramme den Wechsel zu klimafreundlichen Lösungen erleichtern und ökonomische Instrumente wie die steuerliche Abschreibung der energetischen Gebäudesanierung nutzen. Ergänzende Bonus-Malus-Regelungen im Gebäudebereich und im Verkehrssektor sollten klimafreundliche Entscheidungen belohnen und klimaschädliche verteuern."


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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