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Energiebranche warnt vor schwindenden Kraftwerkskapazitäten

05.04.2019 | Energienachrichten

Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kommt der Neubau CO2-armer, konventioneller Kraftwerke zur Flankierung der Energiewende zu langsam voran. Der Branchenverband hat zu Wochenbeginn eine Liste aller in Planung, Bau oder Genehmigungsverfahren befindlicher Kraftwerke ab 20 Megawatt vorgelegt. Zwischenbilanz: Von insgesamt 64 Kraftwerksprojekten, die gesicherte Leistung bereitstellen können, sind lediglich zehn tatsächlich im Bau.

Laut BDEW rechne sich im aktuellen Marktumfeld insbesondere der Bau von Gaskraftwerken kaum. Deren Realisierung sei daher vielfach fraglich. Auch der Bau weiterer Pumspeicherkraftwerke, die eine wichtige Funktion für die Stabilisierung des Stromnetzes haben, sei unsicher. Fortschritte gebe es hingegen vor allem im Bereich Offshore-Windkraft sowie bei Projekten, in deren Rahmen Kohle durch Erdgas ersetzt wird.

Das Grundproblem bleibe jedoch bestehen, erläutert BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer: "Was in den Markt kommt, ist noch nicht ausreichend, um auszugleichen, was an gesicherter Leistung mit dem schrittweisen Kohleausstieg und dem laufenden Kernenergieausstieg wegfallen wird. Die heute noch bestehenden Überkapazitäten werden in wenigen Jahren nicht nur vollständig abgebaut sein. Vielmehr laufen wir sehenden Auges spätestens im Jahr 2023 in eine Unterdeckung bei der gesicherten Leistung. Dem bis 2023 zu erwartenden Zubau an Kraftwerkskapazität in Höhe von etwa 4.650 Megawatt stehen bereits absehbare und schon erfolgte Stilllegungen mit einer Kapazität von rund 26.000 Megawatt gegenüber - ein sattes Minus."


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz