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Naturschützer reichen Beschwerde gegen Offshore-Windparks in der Nordsee ein

21.03.2019 | Energienachrichten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat bei der Europäischen Kommission formell Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingelegt. Grund sind Umweltschäden durch Offshore-Windparks am Vogelschutzgebiet "Östliche Deutsche Bucht" in der Nordsee.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse würden zeigen, dass sich die Offshore-Windparks in der Nordsee erheblich stärker auf die Vogelwelt auswirken als prognostiziert, argumentiert der NABU. Knapp zwei Drittel des EU-Vogelschutzgebietes seien beeinträchtigt. Allein der Windpark "Butendiek" westlich von Sylt führe zu einem Totalverlust von rund 265 Quadratkilometern, umgerechnet 8,5 Prozent des gesamten Vogelschutzgebietes.

"Für die Vögel wäre es am besten, würde Butendiek zumindest in Teilen zurückgebaut werden. Wenn das politisch nicht mehrheitsfähig ist, dann erwarten wir jetzt wirksame alternative Maßnahmen", erklärt NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. "Aktuell verstößt Deutschland eindeutig gegen das sogenannte Verschlechterungsverbot der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie."

Der NABU pocht seit Jahren auf eine naturverträgliche Energiewende in Deutschland. Die Offshore-Windenergie könne diesbezüglich zwar einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, so der Naturschutzbund, allerdings müsse der Gesetzgeber die Standorte und Ausbauziele so definieren, dass daraus keine Nachteile für die Natur entstehen würden.


© 2019 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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