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Rekordkosten durch überschüssigen Ökostrom

12.12.2018 | Energienachrichten

Überschüssig produzierter Ökostrom - insbesondere aus Windkraftanlagen - verursacht in diesem Jahr voraussichtlich Rekordkosten. Laut aktueller Berichterstattung der Tageszeitung "Augsburger Allgemeine" müssen 2018 durch abgeregelten Ökostrom Hunderte Millionen Euro an Entschädigungen gezahlt werden.

Strom, der aus Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse gewonnen, aber aufgrund von Überkapazitäten nicht in die Netze eingespeist wird, muss laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entschädigt werden. Die entsprechenden Summen werden in diesem Jahr wesentlich höher ausfallen als 2017, prognostiziert die Bundesnetzagentur. Allein im ersten Quartal 2018 stiegen die Kosten um mehr als 60 Prozent - von 142 auf 228 Millionen Euro. Insgesamt standen Ökostrom-Erzeugern im vergangenen Jahr rund 610 Millionen Euro an Entschädigungen zu. Gegenüber 2016 bereits ein Plus von fast 240 Millionen Euro.

Nicht nur im laufenden, sondern auch im kommenden Jahr drohen neue Rekordsummen. Entschädigt werden nämlich auch Betreiber, deren Anlagen zwar betriebsbereit, aber noch nicht ans Netz angeschlossen sind. 2019 werden nach Angaben der Bundesnetzagentur allein für Windkraftanlagen auf See ohne Netzanschluss Kosten von mehr als 140 Millionen Euro anfallen.

Umwelt- und Branchenverbände sowie Teile der Politik sehen weder die hohe Ökostromquote in Deutschland noch das EEG als Kern des Problems, sondern vielmehr die Verschwendung von Ökostrom. Einerseits verstopfe klimaschädlicher Kohlestrom  die Netze, andererseits würden alternative Verwendungsmöglichkeiten für Ökostrom-Überschüsse, beispielsweise in den Bereichen Wärme oder Verkehr, ungenutzt bleiben.


© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz