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Heizkosten 2018: Heizöl teurer als Erdgas

11.10.2018 | Energienachrichten

Haushalte mit Ölheizungen müssen im Winter 2018/19 mit steigenden Kosten rechnen. Laut einer aktuellen Prognose der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online könnten die Heizölpreise um rund acht Prozent steigen. In Haushalten mit Erdgas- und Fernwärmeheizung, so die Momentaufnahme, dürften die Kosten um etwa drei Prozent sinken. Damit würde Heizöl seinen seit mehreren Jahren bestehenden Kostenvorteil gegenüber Erdgas verlieren.

Der "Heizspiegel für Deutschland 2018", den co2online am gestrigen Mittwoch im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund veröffentlicht hat, zeigt: Die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung mit Erdgas-Zentralheizung lagen im vergangenen Jahr bei 790 Euro. Während die Heizkosten in energetisch guten Immobilien auf 520 Euro sanken, kletterte die finanzielle Belastung bei einem energetisch schlechten Sanierungsstand auf 1.110 Euro.

Bereits im letzten Jahr sind die Heizölpreise für die beispielhafte 70-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt um 85 Euro gestiegen. In vergleichbaren Wohnungen mit Erdgasheizung sanken die durchschnittlichen Kosten hingegen um 20 Euro. Diese Entwicklung wird sich laut Marktanalyse von co2online auch in diesem Jahr fortsetzen.

Der Heizspiegel macht zugleich deutlich: Die Entwicklung der Energiepreise ist für die Heizkosten zwar relevant, wesentlich wichtiger ist jedoch der Sanierungsstand einer Immobilie. "Der Sanierungsstand ist der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus", erklärt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. "Auch die CO2-Emissionen sind in besser sanierten Gebäuden deutlich geringer."


© 2018 Redaktion GasAuskunft.de, Björn Katz


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