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Kleine Wasserkraft mindert Netzausbaukosten

25.07.2018 | Energienachrichten

Der Bestand an kleinen Wasserkraftanlagen in Deutschland reduziert die Kosten des Netzausbaus um rund eine Milliarde Euro gegenüber einem Szenario ohne diese Anlagen. So lautet das zentrale Ergebnis eines Gutachtens der Bergischen Universität Wuppertal. Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) fordert von der Politik daher Maßnahmen, die den Erhalt und den Ausbau der kleinen Wasserkraft sichern.

Laut Szenarienvergleich der Uni Wuppertal würden die Netzausbaukosten in Deutschland ohne kleine Wasserkraftanlagen um 750 Millionen Euro steigen und gleichzeitig weitere Netzdienstleistungen im Wert von 250 Millionen Euro verloren gehen. "So reduzieren zum Beispiel die über 7.000 Wasserkraftwerke in Deutschland wegen ihrer Nähe zu den Stromverbrauchern die Netzverluste erheblich. Sie erzeugen den Strom konstant und meistens dort, wo er gebraucht wird. Wasserkraftstrom muss daher nicht über lange Distanzen über die Netze transportiert werden", erklärt BDW-Präsident Hans-Peter Lang.

Die derzeitigen ökologischen Auflagen an die Wasserkraft seien zwar technisch umsetzbar, würden die Wirtschaftlichkeit der Anlagen jedoch gefährden. Daher hofft die Branche auf eine Verbesserung der Finanzierungsgrundlage in der aktuellen Legislaturperiode. Lang: "Ein Wasserkraftbetreiber, der seine Anlage ökologisch modernisiert, erfüllt auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb sollte die Bundesregierung über ein Bundesförderprogramm die ökologische Modernisierung unterstützen."

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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