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Heizungsindustrie fordert beschleunigte Wärmewende

04.07.2018 | Energienachrichten

In einer gemeinsamen Mitteilung fordern der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) die Bundesregierung auf, die Energiewende im Wärmebereich erheblich zu beschleunigen. Angesichts der noch immer zu hohen CO2-Emissionen im Wärmesektor Deutschlands würden bei einem Verfehlen der EU-Klimaziele Strafzahlungen in Milliardenhöhe drohen.

Der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern sei enorm, so die Verbände. Rund 13 Millionen Heizungsanlagen seien vollkommen veraltet und müssten zügig ausgetauscht werden. "Heizungen mit einem Alter von über zwanzig Jahren sind in der Regel teure Energieschleudern und sehr klimaschädlich. Sie sollten dringend erneuert werden", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig und ergänzt: "Wir brauchen einen massiven Einsatz erneuerbarer Energien, um die Wärmewende zu schaffen."

"In Kombination mit Solarthermie werden Brennwertheizungen, Wärmepumpen und Holzzentralheizungen zu hybriden Heizungen und sparen gegenüber einer Altanlage bis zu 40 Prozent an Energie", erklärt BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. Bislang nutzen rund zwei Millionen Heizungsanlagen in Deutschland die Sonne zur Wärmeversorgung. Eine nach Ansicht der Verbände noch deutlich zu geringe Zahl.

© 2018 Redaktion GasAuskunft.de, Björn Katz

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