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Sektorenkopplung im Eigenheim: PV-Anlage und Wärmepumpe

28.06.2018
Sektorenkopplung im Eigenheim: PV-Anlage und Wärmepumpe

Photovoltaikanlagen für die Nutzung im Eigenheim boomen - und werden immer öfter mit einem Stromspeicher zur Maximierung des Eigenverbrauchs kombiniert. Gleichzeitig kommt heutzutage in mehr als jedem zweiten Neubau eine Wärmepumpe zum Einsatz. Beide Techniken zur erneuerbaren Energieversorgung können sich sinnvoll ergänzen.

Die Verknüpfung von PV-Anlage und Wärmepumpe hat den Vorteil, dass mehr selbst erzeugter Sonnenstrom zuhause genutzt wird. Der Eigenverbrauch ist inzwischen deutlich lukrativer als die vergütete Einspeisung ins öffentliche Netz. Gleichzeitig wird Strom vom heimischen Dach künftig immer attraktiver, denn der Strombedarf von Haushalten steigt durch neue Verbraucher wie Wärmepumpen oder auch Elektroautos tendenziell an. Um steigende Stromkosten zu vermeiden und den Bedarf zugleich möglichst klimafreundlich zu decken, gewinnt neben speziellen Spartentarifen vor allem die eigene Stromerzeugung an Wichtigkeit.

Die Verknüpfung von PV-Anlage, Stromspeicher, Wärmepumpe und eventuell auch E-Auto setzt allerdings eine sensible technische Abstimmung voraus. "Genügte es noch vor rund fünf Jahren, eine Photovoltaikanlage ans öffentliche Stromnetz anzuschließen, geht es heute auch aus wirtschaftlicher Sicht darum, die Technik so auszuwählen und zu installieren, dass möglichst viel Strom direkt vor Ort genutzt wird; und das eben nicht für klassische Elektrogeräte, sondern auch für die Wärmeversorgung und für E-Tankstellen", erklärt Jonas Schiel vom PV- und Speicher-Großhändler Memodo.

"Wichtig ist, dass die Geräte miteinander kommunizieren können", betont Florian Henle, Geschäftsführer des Münchener Ökoenergieversorgers Polarstern, der entsprechende Dienstleistungen im Bereich der heimischen Sektorenkopplung anbietet. Im Idealfall einer perfekten Abstimmung von PV-Anlage, Speicher und Wärmepumpe, so hätten Untersuchungen der HTW Berlin ergeben, könne der Strombedarf einer Wärmepumpe zu 60 bis 65 Prozent aus eigener Erzeugung gedeckt werden.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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