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"Stop Kohle"-Demonstration fordert konkretes Ausstiegsszenario

22.06.2018 | Energienachrichten

Im Vorfeld der am kommenden Sonntag in Berlin stattfindenden "Stop Kohle"-Demonstration haben mehrere Umweltverbände erneut einen raschen, konsequenten und sozialverträglichen Ausstieg Deutschlands aus der Nutzung der Kohle gefordert und ihren Appell insbesondere an die in Kürze tagende Kohle-Kommission gerichtet.

Die Umweltorganisationen sind sich einig: Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, bleiben nur noch wenige Jahre. "Das Endspiel um die Kohle hat begonnen", sagt Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschlands. "Wir wollen den klimabewussten Vertreterinnen und Vertretern der Kohle-Kommission Rückenwind geben, damit die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg festgeschrieben wird."

Stefan Krug von Greenpeace ergänzt: "Klimaforscher warnen, dass die Polkappen schneller schmelzen als erwartet, in Deutschland wird der Klimawandel in Überflutungen und Wetterextremen sichtbar. Doch während EU-Staaten wie Italien und Großbritannien schon den Kohleausstieg bis 2025 beschlossen haben und Kraftwerke abschalten, laufen in Deutschland selbst die schmutzigsten Uralt-Kohlemeiler rund um die Uhr weiter und produzieren gewaltige Stromüberschüsse. Wir werden in der Kohle-Kommission darauf drängen, dass Deutschland den Klimavertrag von Paris einhält und spätestens bis 2030 aus der Kohle aussteigt."

"Zwei Drittel der Deutschen wollen einen raschen Ausstieg", weiß Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. "Die Bevölkerung will, dass die Klimaziele (...) eingehalten werden und dafür ist der Kohleausstieg unumgänglich. Das Pariser Klimaabkommen gibt das Ausstiegstempo vor und die Bundesregierung muss für einen gerechten Strukturwandel sorgen."

Am 26. Juni 2018 trifft sich die kürzlich eingesetzte Kohle-Kommission erstmals. In dem 31-köpfigen Gremium sind von Seiten der Umweltverbände BUND und Greenpeace vertreten.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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