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Energieverbrauch in Gebäuden stagniert seit 2010

15.05.2018 | Energienachrichten

Seit 2010 stagniert der Endenergieverbrauch in deutschen Wohn- und Nichtwohngebäuden. Dies geht aus dem neuen "Gebäudereport 2018" der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor. Der Effizienztrend der 2000er Jahre, in deren Verlauf der Energieverbrauch in Gebäuden um 20 Prozent reduziert werden konnte, hat sich im laufenden Jahrzehnt damit nicht fortgesetzt.

Laut dena-Report stagniert in Verbindung mit dem Energieverbauch auch der Treibhausgasausstoß in Gebäuden: Dieser sei über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren konstant gesunken, würde seit 2014 jedoch bei etwa minus 28 Prozent im Vergleich zu 1990 verharren. Damit sei nicht mehr nur das für 2020 anvisierte und inzwischen bereits aufgegebene Klimaschutzziel der Bundesregierung von minus 40 Prozent gefährdet, sondern auch die Ziele für die Jahre 2030 und 2050.

"Die derzeitigen Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz sind nicht ausreichend, um die Klimaschutzziele und damit die anvisierte Treibhausgasreduzierung im Gebäudebereich zu erreichen", lautet das Fazit von dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann. "Für eine umfassende Wärmewende ist sowohl der Einsatz energieeffizienter Heizungsanlagen, Fassaden und Fenster, als auch die Anwendung innovativer Techniken und Geschäftsmodelle wie das serielle Sanieren notwendig. Darüber hinaus ist die Energiewende ein gesellschaftspolitisches Projekt, bei dem es darum geht, die Menschen für klimafreundliches Bauen und Sanieren zu begeistern."

Der Strom- und Wärmeverbrauch in Gebäuden ist mit 36 Prozent für mehr als ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Gleichzeitig bietet der Gebäudebereich im weiteren Verlauf der Energiewende laut dena-Report große Chancen und Potenziale. So sollen die Gebäude der Zukunft eine zentrale Position in einem integrierten Energiesystem einnehmen - sie fungieren als Ort, an dem Energie nicht nur verbraucht, sondern auch produziert, gespeichert und abgegeben werden kann.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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