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Studie: Windgas ab 2030 günstiger als fossiles Erdgas

23.04.2018 | Energienachrichten

Durch überschüssigen Ökostrom erzeugter Wasserstoff, sogenanntes Windgas, könnte bereits in den 2030er-Jahren günstiger zur Verfügung stehen als fossiles Erdgas. Dies besagt eine neue Kurzstudie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag von der Energiegenossenschaft Greenpeace Energy.

Während die Preise für Erdgas bis 2040 von derzeit rund zwei Cent auf über vier Cent pro Kilowattstunde steigen, so die Annahme der Studie, sinken die Produktionskosten für Power-to-Gas bzw. Windgas im gleichen Zeitraum von aktuell 18 auf zwei bis drei Cent pro Kilowattstunde.

"Elektrolysegase erneuerbaren Ursprungs werden wettbewerbsfähig. Erdgas zu nutzen hingegen wird immer teurer. Heutige Investitionen in die Elektrolyse-Technologie zahlen sich langfristig aus", sagt Studienautor Fabian Huneke von Energy Brainpool. "Im Energiesystem von morgen wird es weltweit günstiger sein, Elektrolysegase aus Wind- und Solarstromüberschüssen zu produzieren als für fossiles Erdgas und verbundene CO2-Emissionen zu bezahlen."

Laut Studie werden die erwarteten Kostensenkungen der Power-to-Gas-Technologie möglich durch eine industrielle Serienfertigung von Elektrolyseuren, die stetig steigende Effizienz des Prinzips und immer häufiger auftretende Stromüberschüsse.

Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy, ist sich sicher: "Windgas wird genau zu dem Zeitpunkt kostengünstiger als die fossile Alternative, wenn es unverzichtbar wird, um volle Versorgungssicherheit in einem erneuerbaren Stromsystem zu gewährleisten."

© 2018 Redaktion GasAuskunft.de, Björn Katz

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