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Deutschlands CO2-Budget für 2018 bereits erschöpft

29.03.2018 | Energienachrichten

Am gestrigen Mittwoch, dem 28. März, hat Deutschland bereits sein gesamtes CO2-Budget für das Jahr 2018 verbraucht. Das nationale Limit beruht auf der Vorgabe des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Im vergangenen Jahr hatte Deutschlands CO2-Budget noch eine Woche länger gereicht.

Damit die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht übersteigt, dürfen weltweit nicht mehr als 890 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden - so besagt eine Studie des Öko-Instituts und der Prognos AG im Auftrag des WWF. Aus dieser Höchstmenge lassen sich nationale CO2-Limits errechnen. Demnach steht der Bundesrepublik in diesem Jahr ein Budget von 217 Millionen Tonnen Kohlendioxid zur Verfügung. Mit über 900 Millionen Tonnen wurde bereits im vergangenen Jahr mehr als das Vierfache dieser Höchstmenge emittiert.

Dr. Timm Kehler, Vorstand der Initiative Zukunft ERDGAS, die den CO2-Tag nach 2017 zum zweiten Mal ausgerufen hat, kommentiert: "Der alljährlich wiederkehrende CO2-Tag hält uns einen Spiegel vor. Er ruft uns unsere Klimaverpflichtungen in Erinnerung und zwingt uns, Bilanz über unsere Klimaschutzmaßnahmen zu ziehen. Wichtig ist jetzt: Nicht nur über Ziele sprechen, sondern endlich über CO2-Budgets. Sonst ist bald noch viel Zeit übrig bis zum Ziel, aber kein Budget mehr. Die neue Bundesregierung muss daher den Neuanfang nutzen und zügig die richtigen Weichen für einen schnellen und effektiven Klimaschutz stellen. Die notwendigen Lösungen sind verfügbar, wir müssen sie nur nutzen."

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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