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Branchenverbände gegen gemeinsame Ausschreibungen für Wind und Sonne

19.03.2018 | Energienachrichten

Die Bundesnetzagentur hat den Bau von Onshore-Windkraftanlagen und Solarparks erstmals in einem gemeinsamen Verfahren ausgeschrieben. Beide Technologien treten demzufolge in einem Kostenwettbewerb gegeneinander an. Der Ausgang dieses Pilotverfahrens wird für Anfang April erwartet.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressemitteilung haben der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der Bundesverband WindEnergie (BWE) nun die Wichtigkeit einer ausgewogenen Mischung beider erneuerbarer Energieträger betont und sich in diesem Zuge gegen weitere technologieneutrale Ausschreibungen ausgesprochen.

"Gegenwärtig liegen Wind- und Solarstrom zwar preislich etwa auf Augenhöhe. Auf Dauer lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Kostenstruktur ein gesunder Technologiemix mit einer gemeinsamen Ausschreibung nicht sicherstellen. Egal, wer als Sieger der jüngsten Auktion vom Platz geht, dieses Experiment lehnen wir ab", stellt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig klar. BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm pflichtet ihm bei: "Wer Kostenwettbewerb, Netzsituation und den Kapazitätsausbau einzelner Technologien über ein Verfahren steuern will, überfrachtet zwangsläufig das Instrument." Beide Verbände plädieren für faire Wettbewerbsbedingungen und die Beibehaltung getrennter Auktionen.

Nach Ansicht der Verbände ist es zudem richtig, den Ausbau der Wind- und Solarenergie zu verstärken, wie dies im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung festgeschrieben wurde. Nur so lassen sich nach Überzeugung der Interessenvertreter von Wind- und Solarbranche die Klimaschutzziele von Paris sowie die nationalen Vorgaben für den Zeitraum bis 2030 erreichen.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz


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