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In Bayern haben neue Windkraftanlagen Seltenheitswert

27.02.2018 | Energienachrichten

Wie die Deutsche Presse-Agentur aktuell meldet, werden in Bayern kaum noch Anträge für neue Windkraftanlagen gestellt. 2017 wurden im Freistaat lediglich vier Anlagen mit einer Gesamtleistung von gut 13.000 Kilowatt beantragt. Diese ernüchternde Zahl geht aus einer Anfrage der SPD-Landtagsfraktion an das Wirtschaftsministerium in München hervor.

Der Ausbau der Windenergie in Bayern steht in deutlichem Widerspruch zum bundesweiten Trend: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland knapp 1.800 neue Onshore-Windkraftanlagen errichtet. Damit war 2017 das bis dato ausbaustärkste Jahr für die hiesige Branche, wie der Bundesverband WindEnergie (BWE) unlängst mitteilte.

Das mangelnde Interesse von Projektierern an neuen Windparks in Bayern geht in erster Linie auf die Politik der Landesregierung seit 2014 zurück. Damals wurde die sogenannte 10H-Regelung eingeführt, die besagt, dass eine Windkraftanlage mindestens das Zehnfache ihrer Bauhöhe von der nächsten Wohnsiedlung entfernt sein muss. Eine Auflage, die entsprechende Projekte vielerorts unmöglich macht und Interessenten daher abschreckt. Vor Einführung der 10H-Regelung, im Jahr 2013, hatte Bayern noch einen neuen Antragsrekord verzeichnet - bereits in den beiden Folgejahren brach die Zahl der beantragten Windenergieprojekte jedoch dramatisch ein.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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