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Koalitionsvertrag: Umweltschützer kritisieren Klima- und Energiepolitik der GroKo

08.02.2018 | Energienachrichten

Die klima- und energiepolitischen Weichenstellungen des gestern vorgelegten Entwurfs eines Koalitionsvertrages zwischen Union und SPD sind bei Umweltverbänden und -initiativen mehrheitlich auf ein negatives Echo gestoßen. Sowohl die offizielle Aufgabe des deutschen Klimaziels für 2020 als auch unbeantwortete Fragen zu Themen wie Kohleausstieg und Verkehrswende ernten Kritik.

Sweelin Heuss, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, kommentiert. "Die Menschen und die Wirtschaft in Deutschland brauchen Klarheit darüber, wie die ökologische Modernisierung weg von fossilen Brennstoffen, Verkehrschaos und einer naturzerstörenden Landwirtschaft gestaltet wird. Eine große Koalition darf nicht nur kleine Schritte gehen, sondern muss große Herausforderungen bewältigen." Indem sie das Klimaziel 2020 aufgebe, sei die künftige Regierung schon jetzt international blamiert, meint Heuss.

Greenpeace begrüßt hingegen, dass die höheren klimapolitischen Ambitionen der SPD gegen den Widerstand von CDU/CSU im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurden. Positiv sei auch der Beschluss, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 65 Prozent auszubauen.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bewertet den Entwurf des Koalitionsvertrages als "ambitioniert im Naturschutz, aber mutlos in der Verkehrs- und Klimapolitik". NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: "Union und SPD haben den alarmierenden Zustand unserer Natur offensichtlich erkannt. Das ist gut und war dringend nötig. Die versprochenen Schutzmaßnahmen geben Anlass zur Hoffnung. Was allerdings fehlt, ist ein übergeordneter Plan, der Klima, Infrastruktur und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zusammendenkt. Mit neuen Rekordinvestitionen in Verkehrsprojekte werden weitere Lebensräume zerschnitten und die stiefmütterliche Behandlung des Klimaschutzes wird unsere Ökosysteme stark unter Druck setzen."

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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