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GroKo-Sondierungen: Umweltschützer beklagen schwache Klimapolitik

12.01.2018 | Energienachrichten

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben die Vertreter von Union und SPD, die sich am gestrigen Donnerstag zu abschließenden Sondierungsgesprächen im Willy-Brandt-Haus trafen, zu größeren Bemühungen für den Klimaschutz aufgefordert. Die Demonstranten projizierten eine To-Do-Liste mit drei Grundsatzforderungen auf die Fassade der SPD-Zentrale: "Stromüberschüsse drosseln, mehr Erneuerbare Energien, Kohlekraftwerke abschalten".

Nach derzeitigem Stand haben CDU/CSU und SPD das ursprünglich formulierte Ziel aufgegeben, Deutschlands CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken. Noch im Wahlkampf hatte unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich zugesagt, das Ziel zu erreichen. Nach aktuellen Berechnungen des Umweltministeriums verfehlt Deutschland sein 2020-Klimaziel ohne zusätzliche Maßnahmen um etwa ein Viertel.

"Die Welt schaut beim Klimaschutz ganz genau auf Deutschland", sagt Andree Böhling, Klimaexperte von Greenpeace. "Wenn selbst das Mutterland der Energiewende seine Klimazusagen nicht einhält, droht international eine fatale Kettenreaktion. Kanzlerin Merkel muss konkrete Maßnahmen durchsetzen die sicherstellen, dass Deutschland sein Klimaversprechen hält."

Die Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren versäumt, im gleichen Maße klimaschädliche Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, wie die erneuerbaren Energien ausgebaut worden seien, so der Greenpeace-Experte. In der Folge würden Deutschlands CO2-Emissionen stagnieren, während der Export überschüssigen Kohlestroms steige.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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