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Schleswig-Holsteins Windenergiebranche beklagt Stillstand

03.01.2018 | Energienachrichten

Schleswig-Holsteins Windenergiebranche prognostiziert düstere Zeiten für das neue Jahr. Die derzeitige Landespolitik bedrohe die Existenz des gesamten Sektors, so der Bundesverband WindEnergie (BWE) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Der Verband verweist auf den momentanen Genehmigungsstopp für Windkraftanlagen wegen der Erarbeitung neuer Regionalpläne in Schleswig-Holstein. Vor diesem Hintergrund wurden sämtliche Bauanträge seit Antritt der neuen Landesregierung im Juni 2017 hinfällig. "Investitionen hängen seitdem in der Luft, und unendlich viele Gutachten verlieren ihre Gültigkeit. Somit haben wir in den nächsten Jahren einen fast kompletten Stillstand beim Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein", sagt BWE-Landesvorsitzender Reinhard Christiansen.

Um an den bundesweiten Ausschreibungen für neue Windkraftprojekte teilnehmen zu können, sind Baugenehmigungen zwingend erforderlich. Diese werden in Schleswig-Holstein bis auf wenige Ausnahmen jedoch weiterhin nicht erteilt. Aktuell hängen laut BWE mehr als 2.000 Megawatt im Genehmigungsverfahren fest - eine Kapazität, die in etwa der Leistung von zwei Atomkraftwerken entspricht.

"Wir sind nicht mehr das Energiewendeland Nummer eins, die Branche steht vor riesigen wirtschaftlichen Schäden, die ersten Entlassungen finden bereits statt, eine unternehmerische Planung für 2018 und 2019 ist aktuell nicht möglich, Kurzarbeit und Entlassungen sind die Folge. Es hätte nicht schlimmer kommen können", bilanziert Christiansen. Wie die Landesregierung darüber hinaus ihre Klimaschutzziele erreichen wolle, sei ihm ein Rätsel.

© 2018 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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