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EEG-Umlage sinkt 2018 minimal

17.10.2017 | Energienachrichten

Die Übertragungsnetzbetreiber haben am gestrigen Montag die künftige Höhe der im allgemeinen Strompreis enthaltenen EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien bekanntgegeben: Zum Jahreswechsel sinkt die Umlage leicht von derzeit 6,88 Cent pro Kilowattstunde auf 6,79 Cent.

Sofern die Energieversorger die sinkenden Kosten der EEG-Umlage 2018 in vollem Umfang an ihre Kunden weitergeben, würde eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden etwa fünf Euro einsparen. Die Entlastung für einen Single-Haushalt würde sich auf etwa zwei Euro im Jahr belaufen.

Der Energiebeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Bareiß, kommentiert die Entwicklung der EEG-Umlage zwiegespalten: "Es ist eine gute Botschaft an Haushalte und Unternehmen, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr sinkt. Aber die Senkung ist nur möglich, weil wir im windschwachen Jahr 2016 ein ansehnliches Finanzpolster von 3,3 Milliarden ansparen konnten, das jetzt aufgelöst wird. Tatsächlich sind die Förderkosten für die Erneuerbaren gestiegen, und zwar auf einen neuen Höchstwert von 25,6 Milliarden Euro. Das zeigt deutlich: wir haben weiterhin erheblichen Reformbedarf im EEG. Die Einführung von Ausschreibungen war ein wichtiger Schritt zur Kostensenkung, aber noch immer geben wir den Technologiemix staatlich vor und noch immer erhalten Anlagenbetreiber Geld für Überschuss-Strom, der am Markt bereits zu negativen Preisen führt. Hier müssen wir nachsteuern, um Kosten zu sparen. Außerdem muss es uns gelingen, das Tempo des Erneuerbaren-Ausbaus mit dem Tempo des Netzausbaus zu synchronisieren. Sonst sind wir gezwungen, in Norddeutschland zunehmend Windenergieanlagen aus dem Wind zu drehen und in Süddeutschland ineffiziente Reservekraftwerke anzuwerfen. Das ist auf Dauer unbezahlbar."

© 2017 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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