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Sicherheitsexperten bemängeln Atomkraftwerke in Frankreich und Belgien

11.10.2017 | Energienachrichten

Radioaktive Brennelemente sind in französischen und belgischen Atomkraftwerken nur unzureichend geschützt. Dies besagt eine Studie, die die Umweltorganisation Greenpeace Frankreich am gestrigen Dienstag den Behörden in Paris vorgelegt hat. Darin bewerten sieben unabhängige Sicherheitsexperten den Status in allen 58 französischen und sieben belgischen Kernkraftwerken.

Laut Studie sind die Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente in den untersuchten Anlagen kaum geschützt. Laufe das Kühlwasser aus den Becken aus, so die Sicherheitsexperten, würden große Mengen Radioaktivität freigesetzt. Die Sicherheitskonzepte für AKW konzentrieren sich überwiegend auf die Reaktoren. Die Abklingbecken werden hingegen kaum betrachtet, obwohl spätestens seit der Katastrophe von Fukushima klar ist, dass von diesen eine große Gefahr ausgeht.

In Deutschland wurden alte und potenziell gefährliche Atomreaktoren unmittelbar nach den Vorfällen von Fukushima aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Grenznahe Reaktoren in Frankreich und Belgien gefährden jedoch weiterhin auch die deutsche Bevölkerung. Das französische Kraftwerk Fessenheim liegt rund 25 Kilometer von Freiburg entfernt. Von den belgischen Reaktoren in Tihange sind es rund 60 Kilometer bis Aachen. In diesen und weiteren Ballungsräumen haben die zuständigen Behörden auf deutscher Seite bereits mehrfach auf die latente Gefahr hingewiesen.

© 2017 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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