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Bayern: Teure Gaskraftwerke statt schneller Stromtrassen

15.09.2017 | Energienachrichten

Im Zuge einer energierechtlichen Neuregelung werden die Netzbetreiber Bayerns einen Sicherheitspuffer an Kraftwerkskapazitäten ausschreiben. Die Reserve soll die Versorgungssicherheit gewährleisten, wenn im Winter 2021/22 die letzten Atomkraftwerke im Süden vom Netz gehen. Ursprünglich sollten bis dahin neue Stromtrassen fertiggestellt sein, die Windstrom aus dem Norden in die süddeutschen Verbrauchszentren leiten. Auch aufgrund der zwischenzeitlichen Blockadehaltung der bayerischen Landesregierung kommt es beim Netzausbau allerdings zu Verzögerungen.

Auf eine Anfrage der Grünen, welche Kosten auf die Stromkunden durch die sogenannten "besonderen netztechnischen Betriebsmittel" zukommen, lehnte die Bundesregierung eine Veröffentlichung von Prognosen oder Schätzungen ab. Begründung: Man wolle das Ausschreibungsverfahren nicht beeinträchtigen. Laut Berichterstattung des Wirtschaftsmagazins Capital geht man im Bundeswirtschaftsministerium allerdings davon aus, dass allein der Anschluss neuer Gaskraftwerke ans Gasnetz je nach Standort im teuersten Fall "niedrige dreistellige Millionenbeträge" kosten kann.

Insgesamt, so Berechnungen der Bundesnetzagentur, werden im Süden Deutschlands nach dem endgültigen Atomausstieg zusätzliche 1.200 Megawatt gesicherte Kraftwerksleistung benötigt. Bayerns Landesregierung drängt bereits seit Längerem auf neue Gaskraftwerke, diese gelten mit Blick auf die aktuelle Marktlage jedoch als unwirtschaftlich.

© 2017 Redaktion StromAuskunft.de, Björn Katz

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