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Energiebranche und Verbraucherzentralen fordern sinkende Stromsteuer

26.06.2017 | Energienachrichten

Seit der Jahrtausendwende haben sich die Strompreise in Deutschland verdoppelt. Da auch und vor allem die staatlichen Strompreisanteile gestiegen sind, werden zu Lasten der Verbraucher immer höhere Steuereinnahmen erzielt. Vertreter der Energiebranche fordern daher einen dringenden und spürbaren Kurswechsel. Konkret regt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ein Absenken der Stromsteuer an, die momentan bei sieben Prozent liegt.

Auch der Verbraucherschutz fordert eine deutliche Entlastung der Stromkunden. Von einem gänzlichen Abschaffen der Stromsteuer spricht beispielsweise die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Zudem müssten die Kostenprivilegien für energieintensive Industrieunternehmen küsntig über den Bundeshaushalt - und nicht mehr über den Strompreis für Privathaushalte - finanziert werden.

Als Hauptursachen der langfristigen Strompreisexplosion nennt die Branche eine stark gewachsene Abgabenlast zur Förderung der Energiewende sowie steigende Netzentgelte für den Ausbau und Erhalt des Stromnetzes. Derzeit entfallen mehr als 55 Prozent des Strompreises für deutsche Haushaltskunden auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Dies wird sich im laufenden Jahr 2017 voraussichtlich auf Gesamtkosten von mehr als 20 Milliarden Euro summieren. Hinzu kommen die Netzentgelte mit einem aktuellen Anteil von über 25 Prozent. Nur etwa ein Fünftel des Strompreises entfallen noch auf die klassischen Marktfaktoren Beschaffung, Vetrieb und Gewinnmarge.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft