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Chemiebranche fordert Alternativmodell zur EEG-Umlage

05.04.2017 | Energienachrichten

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat sich für einen Systemwechsel bei der Finanzierung erneuerbarer Energien in Deutschland ausgesprochen. Ziel müsse es sein, die Förderung des künftigen Ausbaus von Solar-, Windkraft- und Biomasse-Anlagen nicht mehr über die EEG-Umlage durch die Stromverbraucher, sondern aus dem Bundeshaushalt zu realisieren.

"Die Steuerung und Finanzierung solcher gesamtgesellschaftlicher Aufgaben liegen in der Verantwortung des Staates. Daher halten wir es für angebracht, dass die künftigen Kosten für den weiteren Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen aus dem Bundeshaushalt geleistet werden", so VCI-Präsident Kurt Bock. Dieser Vorschlag werde von sämtlichen Unternehmen der Branche unterstützt. Gemäß VCI-Vorschlag soll die Förderung künftiger Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung ab 2019 aus dem Bundeshaushalt kommen, während Bestandsanlagen weiter über die EEG-Umlage finanziert werden. Die Kostenbelastung durch die Umlage würde schrittweise sinken und nach 20 Jahren auslaufen. Derzeit beläuft sich die EEG-Umlage auf ein Volumen von 24 Milliarden Euro pro Jahr.

Eine Finanzierung aus dem Haushalt ermögliche künftig eine bessere parlamentarische Kontrolle der Kosten und perspektivisch eine Abnahme der derzeit hohen Belastung aller Stromkunden, so die Argumentation des VCI. Notwendig sei neben einer Neugestaltung der Finanzierung auch eine grundlegende EEG-Reform, die die Kosten der Energiewende senke. Dabei betont der Verband ausdrücklich, dass die chemische Industrie hinter den Klimazielen Deutschlands und der Energiewende stehe.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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