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Gutachten: AKW Gundremmingen verstößt gegen Sicherheitsanforderungen

06.03.2017 | Energienachrichten

Ein von der Bundestagsfraktion der Grünen beauftragtes Gutachten kommt aktuell zu dem Ergebnis, dass Deutschlands größtes noch in Betrieb stehendes Atomkraftwerk Gundremmingen gegen die geltenden Sicherheitsanforderungen verstößt. Das Not- und Nachkühlsystem erfülle nicht die notwendigen Voraussetzungen zur Störfallbeherrschung, heißt es in der Studie. Daher sei im Falle eines Erdbebens oder anderer starker Erschütterungen die Gefahr einer Kernschmelze groß.

Die Not- und Nachkühlsysteme in Atomkraftwerken sind elementar wichtig, um beim Ausfall der Hauptkühlung eine Kernschmelze zu verhindern. An diesem Sicherheitssystem wurde bei der Errichtung des AKW Gundremmingen offenbar gespart. In der Folge steht laut Gutachten ein Teil des Not- und Nachkühlsystems im Falle starker Erschütterungen nicht zur Verfügung. Ein in den 1990er Jahren nachgerüstetes Zusatzsystem erfülle ebenfalls sicht die Sicherheitsansprüche. Die Studie widerlegt damit die Ergebnisse eines im vergangenen Jahr erschienenen Gutachtens im Auftrag des Bundesumweltministeriums als oberste Atomaufsichtsbehörde.

Laut Atomausstiegsplan würde für Block C des AKW eine Restlaufzeit bis Ende 2021 verbleiben. Das Umweltinstitut München fordert hingegen eine umgehende Stilllegung der kompletten Anlage: "Mehr als 20.000 Menschen unterstützen bereits unsere Forderung, beide Reaktorblöcke in Gundremmingen noch dieses Jahr abzuschalten", sagt Energiereferentin Franziska Buch. "Das nun vorgelegte Gutachten bestätigt, dass dies aus Sicherheitsgründen dringend notwendig ist."

© 2017 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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