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EEG-Vergütung: Tausende Windkraftanlagen ab 2021 fraglich

02.03.2017 | Energienachrichten

Ab dem Jahr 2021 läuft die EEG-Vergütung für mehrere tausend Windkraftanlagen in Deutschland aus. Eine vom Ökoenergieanbieter Naturstrom und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) präsentierte Studie besagt, dass die alten Anlagen nicht nur wichtig für den Status Quo der Energiewende sind, sondern auch äußerst günstig Strom produzieren.

"Gehen die Altanlagen massenweise vom Netz, wird die Energiewende um Jahre zurückgeworfen", warnt Oliver Hummel, Vorstand der Naturstrom AG. Allein am 31. Dezember 2020 endet für rund 6.000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 4.500 Megawatt die EEG-Vergütung. Bis 2026 kommen dann jährlich rund 1.600 Windräder in dieselbe Situation.

Die Studie zeige, dass Windstrom aus Altanlagen sehr günstig sei, sagt Oliver Hummel. "Aber die Strompreise am Kurzfristmarkt der Börse, wie wir Sie aktuell erleben, sind für kein Kraftwerk - gleich welcher Technologie - auskömmlich." Laut Studie kann ein erheblicher Teil der älteren Windenergieanlagen ab einem Minimalerlös von 3,5 Cent pro Kilowattstunde weiterbetrieben werden, wirklich rentabel werde es erst bei über vier Cent. "Die Spotmarktpreise lagen 2016 im Mittel bei 2,9 Cent pro Kilowattstunde. Wenn sich an diesem Preisniveau nichts ändert, wird nur für sehr wenige Anlagenbetreiber ein Weiterbetrieb Sinn machen", so Hummel.

Dr. Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH, warnt im Hinblick auf die deutschen Klimaziele: "Es wird bei der Windenergie schlimmstenfalls Jahre brauchen, um die wegfallenden alten Anlagen durch Neubau auszugleichen und wieder auf den Stand von Dezember 2020 zu kommen. Und dies zu merklich höheren Kosten. Denn der Bedarf an erneuerbarem Strom nimmt zu, für den Klimaschutz und für die Bereiche Verkehr und Wärme."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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