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Mehrheit der Deutschen befürwortet Diesel-Fahrverbote

01.03.2017 | Energienachrichten

Knapp zwei Drittel der Deutschen befürworten lokale Fahrverbote für emissionsintensive Dieselautos. Im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace bejahten 61 Prozent die Frage: "Sind Sie der Meinung, dass Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß im Straßenbetrieb nicht mehr in Stadtteilen mit besonders schlechter Luftqualität fahren sollten?" Zwischen dem 31. Januar und dem 8. Februar wurden mehr als 3.000 Personen zum Thema befragt.

"Die meisten Menschen akzeptieren, dass es saubere Luft nur mit weniger alten Diesel in der Stadt geben wird", kommentiert Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl die Ergebnisse der Umfrage. "Ein verantwortungsvoller Verkehrsminister muss konsequent ökologische Formen der Mobilität fördern. Deutschlands Städte brauchen besseren ÖPNV, mehr Radwege, und sie brauchen weniger Dieselautos."

In der vergangenen Woche hatte die Landesregierung Baden-Württembergs beschlossen, alte Dieselmodelle ab 2018 aus Teilen Stuttgarts zu verbannen. Die Landeshauptstadt leidet immer wieder unter zu hohen Feinstaub- und Stickoxidwerten. Das überwiegend aus Dieselmotoren stammende Stickstoffdioxid (NO2) ist laut Einschätzung des Umweltbundesamtes der momentan schwerwiegendste Schadstoff in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurde der NO2-Grenzwert an mehr als der Hälfte der bundesweiten Messstationen überschritten.

Mehrere europäische Städte gehen inzwischen mit Dieselfahrverboten gegen die Gesundheitsgefahr durch Stickoxide vor. Oslo hatte im Januar wegen bedenklicher Werte einen mehrtägigen Diesel-Stopp verhängt. Madrid, Paris und Athen haben beschlossen, ihre Innenstädte ab dem Jahr 2025 komplett für Dieselfahrzeuge zu sperren.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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