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Netzausbau: Erdkabel steigern Kosten um das Fünffache

06.02.2017 | Energienachrichten

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW haben im Rahmen aktueller Entwürfe für die bundesweiten Netzentwicklungspläne konkrete Zahlen genannt. Daraus geht hervor, dass das Verlegen von Erdkabeln fünfmal so hohe Kosten verursacht wie konventionelle Überlandleitungen.

Die vier Unternehmen beziffern die Gesamtkosten des deutschen Netzausbaus bis zum Jahr 2030 je nach Szenario auf 32 bis 36 Milliarden Euro. Unterirdische Stromleitungen würden laut Bericht rund acht Millionen Euro pro Kilometer kosten. Die Variante der Überlandleitung wird demgegenüber mit lediglich 1,5 Millionen Euro pro Kilometer angesetzt. Daraus ergibt sich ein Mehrkostenfaktor von 5,3 für die Erdverkabelung.

Mit ihrem Beschluss zum Vorrang von Erdkabeln und damit zu einem deutlich kostenintensiveren Netzausbau war die Bundesregierung vor allem den Forderungen von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nachgekommen. Dieser begründete seinen Standpunkt mit vermeintlich heftigem Widerstand in großen Teilen der Bevölkerung gegen Hochspannungsleitungen.

© 2017 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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