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Windenergiebranche: Kein Müllproblem durch Energiewende-Technik

25.01.2017 | Energienachrichten

Die deutsche Windenergiebranche hat mit Verwunderung und Kritik auf die im Wirtschaftsmagazin Capital getroffenen Aussagen von Remondis-Manager Herwart Wilms reagiert. Wilms hatte vor Hightech-Müll im Zuge der Energiewende gewarnt, der von der Recycling- und Entsorgungswirtschaft nicht bewältigt werden könne.

"Wir sind überrascht, dass eines der wichtigsten Entsorgungsunternehmen in Deutschland für sich keine Möglichkeit sieht, alte Windenergieanlagen einer sinnvollen Verwertung zuzuführen. Diese Befürchtung ist mit Blick auf die Entsorgungsbranche unbegründet und falsch", kommentiert Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

Zunächst einmal bestehe ein funktionierender Markt für Altanlagen. Werde die Entsorgung rückgebauter Windenergieanlagen dennoch erforderlich, so seien die Stahl-, Kupfer-, Aluminium- und Betonkomponenten völlig unspektakulär neuen Einsatzmöglichkeiten zuzuführen. Auch die Entsorgung der Rotorblätter von Windenergieanlagen sei für die Recyclingbranche in Deutschland kein Neuland. Es gebe etablierte Entsorgungsmöglichkeiten für Faserverbundteile, wie sie auch im Boots- und Flugzeugbau sowie in der Automobilindustrie geläufig seien.

Albers: "Wir haben den Eindruck, dass sich die Entsorgungswirtschaft den durch den steigenden Einsatz von Faserverbundwerkstoffen in immer mehr Sektoren der Industrie eröffnenden Perspektiven zuwendet und an Möglichkeiten für ein wirtschaftlich erfolgreiches Recycling arbeitet." Die Sorge, künftig vor Bergen alter Rotorblätter zu stehen, sieht er als unbegründet.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Windrad und Photovoltaik

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