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Grünes Gas Label warnt vor Etikettenschwindel bei Ökogastarifen

31.10.2016 | Energienachrichten

Die Antwort auf die Frage nach klimafreundlichem Heizen scheint einfach zu sein: Ökogas verwenden. Was viele Verbraucher allerdings nicht wissen: Hinter Ökogastarifen stecken oftmals reine CO2-Kompensationsmodelle, deren Umweltnutzen fraglich ist. Zertifizierte Tarife mit echtem Biogas aus naturverträglicher Herstellung seien die deutlich bessere Wahl - darauf weist aktuell der Umweltverein Grüner Strom Label (GSL) hin, der auch das Gütesiegel "Grünes Gas" vergibt.

Bei sogenannten Ökogas- oder Klimagastarifen gilt oftmals das Versprechen, die durch den Verbrauch von Erdgas entstehenden CO2-Emissionen an anderer Stelle auszugleichen. Etablierte Standards dafür gibt es jedoch nicht - daher besteht die Gefahr des sogenannten Greenwashings. "Wer umweltfreundliches Biogas beziehen will, muss aufpassen, keine Mogelpackung zu kaufen. Aus Umweltsicht sind die meisten Tarife nicht empfehlenswert, egal ob sie nun Klimagas, Ökogas oder Biogas heißen", erklärt Rosa Hemmers, Vorsitzende des GSL. "Eine ökologisch gute Wahl trifft man nur dann, wenn Biogas enthalten ist, das unter strengen Umweltauflagen produziert wurde."

Das Grünes Gas Label garantiert einen Biogasanteil von mindestens zehn Prozent sowie eine umweltverträgliche Herstellung. Der Einsatz von Gentechnik, gefährlichen Pflanzenschutzmitteln sowie von Dünger aus Massentierhaltung ist beispielsweise ausgeschlossen. Die Verwendung von biogenen Reststoffen, etwa von Küchenabfällen, bewertet das Label hingegen positiv. "Für eine 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung brauchen wir auch Biogas. Statt den schönfärbenden Weg der Kompensation zu gehen, zeigen wir, wie Biogas naturverträglich erzeugt werden kann", sagt GSL-Vorstandsmitglied Dr. Werner Neumann. Das Grünes Gas Label wird von den großen Naturschutzverbänden Deutschlands getragen und empfohlen. Aktuell zertifiziert es vier Gasprodukte von zwei bundesweit aktiven Energieanbietern.

© 2016 GasAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft

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