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Netzentgelte steigen im bundesweiten Schnitt um zehn Prozent

18.10.2016 | Energienachrichten

Zum Jahreswechsel steigen die Netzentgelte im bundesweiten Schnitt um rund zehn Prozent. Auf einen Musterhaushalt kommen damit Mehrkosten von mehr als 20 Euro im Jahr zu. Dies besagt eine vom Hamburger Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick vorgelegte Analyse der Entgelte 25 großer regionaler Netzbetreiber. Damit steigen die Gebühren für den Stromtransport sogar deutlich stärker als die sich ebenfalls zum Jahreswechsel erhöhende EEG-Umlage.

Laut LichtBlick-Analyse erhöhen 20 der 25 untersuchten Netzbetreiber zum 1. Januar 2017 ihre Gebühren. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt dann jährlich mehr als 270 Euro für Netzgebühren - hinzu kommt die Mehrwertsteuer. Inzwischen machen die Netzentgelte mehr als ein Viertel des Strompreises aus und sind damit der größte Kostenblock auf der Rechnung der Verbraucher. Für die ebenfalls steigende EEG-Umlage fallen im beschriebenen Musterhaushalt im kommenden Jahr gut 240 Euro an.

Die hohen Entgelte seien nicht allein durch den Netzausbau und die Energiewende zu erklären, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft von LichtBlick. "Die Stromleitungen sind der Goldesel für Konzerne und Stadtwerke. Im Schatten der Energiewende drehen die Netzmonopolisten seit Jahren kräftig an der Preisschraube. Die Bundesnetzagentur und die Regulierungsbehörden der Länder üben ihre Kontrollfunktion nicht konsequent aus und garantieren den Betreibern überhöhte Gewinne." Besonders betroffen von der aktuellen Erhöhung der Netzgebühren seien Haushalte in Bayern, Norddeutschland, im Rhein-Main-Gebiet und im Osten der Republik. Die von der Bundesnetzagentur angekündigte Kürzung der Netzrenditen ab 2019 bezeichnet Lücking lediglich als "Tropfen auf den heißen Stein".

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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