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Rendite für Netzbetreiber soll sinken

23.09.2016 | Energienachrichten

Energieunternehmen erhalten für den Bau neuer Strom- und Gasleitungen staatlich garantierte Renditen. Wie hoch diese ausfallen, legt die Bundesnetzagentur alle fünf Jahre aufs Neue fest. Aktuell plant die Behörde eine deutliche Senkung, weil derzeit auch die Kapitalmarktzinsen gegen Null tendieren. Die Netz-Zinssätze für die kommende Periode sollten ursprünglich Mitte nächster Woche bekanntgegeben werden - der Stichtag verzögert sich angesichts intensiver Verhandlungen jedoch nun bis in den Oktober.

Derzeit werden in den Bau und Betrieb der Netze nach Schätzungen jährlich etwa 18 Milliarden Euro im Stromsektor und rund 5,5 Milliarden Euro im Bereich Gas investiert. Die vom Staat garantierte Rendite auf das eingesetzte Kapital liegt bei etwa 2,5 Milliarden Euro pro Jahr für Gas und Strom zusammen. Der maßgebliche Eigenkapitalzins beträgt gegenwärtig 9,05 Prozent bei neuen Anlagen und 7,14 Prozent bei bestehenden. Die Bundesnetzagentur möchte den Satz auf 6,91 bzw. 5,12 Prozent senken.

Die Senkung der Renditen für Netzbetreiber würde die im allgemeinen Strompreis enthaltenen Netzentgelte reduzieren. Für den einzelnen Haushalt jedoch kaum spürbar - die Kürzung brächte je nach Verbrauch und Region eine Ersparnis zwischen fünf und zehn Euro im Jahr. Für die Gesamtheit der Verbraucher würde dies jedoch Einsparungen in Milliardenhöhe bedeuten und hätte im Hinblick auf das hohe Strompreisniveau in Deutschland zumindest Symbolcharakter.

© 2016 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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