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Automobilmarkt: Kaum CO2-Minderung trotz steigender Effizienz

26.07.2016 | Energienachrichten

Der Absatz von schadstoffarmen Fahrzeugen hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen: in der höchsten Effizienzklasse A+ um 75 Prozent, in der Effizienzklasse A um 25 Prozent. Trotzdem geht der durchschnittliche Verbrauch von Neuwagen in Deutschland insgesamt nur langsam zurück. Hauptursachen sind der steigende Absatz von verbrauchsstarken SUVs, Einbrüche in der Kleinwagensparte und der weiterhin geringe Anteil alternativer Antriebe wie Elektro, Erdgas oder Wasserstoff. Dies sind die Ergebnisse eines aktuellen Berichtes der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf Basis von Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes.

"Die Steigerung der Fahrzeugeffizienz weist in die richtige Richtung, aber für die erforderliche Trendwende bei den Emissionen brauchen wir deutlich mehr Bewegung im Markt", kommentiert Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Wenn wir das für 2020 gesetzte CO2-Ziel für Neuwagen erreichen wollen, müssen wir das Tempo weiter erhöhen, vor allem beim Absatz von Elektro- und Erdgasfahrzeugen."

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neu zugelassenen PKW lagen 2015 bei 128,8 Gramm pro Kilometer - vier Gramm beziehungsweise drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Bis 2020 soll der durchschnittliche Ausstoß laut EU-Vorgabe auf 95 Gramm pro Kilometer sinken. Diesen Wert erreichen derzeit erst knapp drei Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland. Setzt sich die bisherige Entwicklung fort, wird die Bundesrepublik das Emissionsziel 2020 verfehlen.

"Der Autoverkehr basiert nach wie vor fast ausschließlich auf Erdöl, obwohl mittlerweile Alternativen in allen Fahrzeugsegmenten zur Verfügung stehen", sagt Kuhlmann. "Deshalb ist es gut, dass jetzt mit der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge eine Entscheidung gefallen ist. Auch die Entscheidung, die Energiesteuerermäßigung für Erdgas und Biomethan zu verlängern, darf nicht weiter verzögert werden. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz und Energiewende, sondern auch um die Zukunft der Mobilität und der Automobilindustrie."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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