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Energieberatung: Altmaiers Modell in der Kritik

25.10.2012 | Energienachrichten

Die Pläne von Bundesumweltminister Peter Altmaier, steigende Strompreise durch kostenlose Energieberatungen abzufedern, hat Ulrich Kelber, Energieexperte der SPD-Bundestagsfraktion, als "Täuschung der Öffentlichkeit" bezeichnet. Hintergrund sind mehrfache Äußerungen des Bundesumweltministers, in privaten Haushalten könnten 30 Prozent des Stromverbrauchs mit "kleinen Maßnahmen" eingespart werden. Kelber dazu gegenüber dem ARD-Magazin "Report Mainz": "30 Prozent Stromeinsparung sind nicht mit einfachen Maßnahmen, mit Verhaltensänderung zu erreichen. Dies gilt nur bei Investitionen in energieeffizientere Geräte, dann sind vielleicht 10, 15 oder 20 Prozent möglich."

Peter Altmaier hatte in seinem im August vorgestellten 10-Punkte-Programm festgehalten, dass in privaten Haushalten "nach zurückhaltenden Schätzungen" mehr als 30 Prozent Strom eingespart werden könnten. Nach Recherchen von "Report Mainz" kommen Experten und einschlägige Studien jedoch zu dem Ergebnis, dass dies nicht ohne Weiteres machbar sei. Selbst eine Evaluation des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts "Stromspar-Check", bei dem bisher 80.000 einkommensschwache Haushalte kostenlos beraten wurden, kommt nur auf eine durchschnittliche Ersparnis von 14 bis 15 Prozent. Dieser Analyse zufolge machen Soforthilfen, also kostenlose Steckerleisten und Energiesparlampen, rund 12 Prozent der Ersparnis aus. Durch Verhaltensänderungen wurden im Schnitt zwei weitere Prozent erzielt.

© 2012 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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