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Antidumping-Verfahren gegen Solartechnik aus China

07.09.2012

Die EU-Kommission hat am gestrigen Donnerstag erklärt, ein Antidumping-Verfahren gegen Solarprodukte aus China zu eröffnen. Es soll geprüft werden, inwiefern chinesische Hersteller mit Hilfe von Dumpingpreisen ein Monopol in der Solartechnologie aufbauen. Vermutet wird, dass Solarmodule aus China zu einem Preis verkauft werden, der weit unter den Herstellungskosten liegt. Die Anbieter selbst würden dadurch zwar enorme Verluste machen, allerdings von Krediten der chinesischen Regierung gestützt.

Das Verfahren gründet auf einer Handelsbeschwerde der europäischen Herstellerinitiative EU ProSun. "Die heutige Entscheidung der Europäischen Kommission ist ein wichtiger Schritt für fairen Wettbewerb und den Erhalt der Zukunftstechnologie Photovoltaik in Europa. Zudem werten wir das Antidumpingverfahren als starkes Signal, dass die EU China die kontinuierliche Verletzung des Handelsrechtes durch Dumping nicht durchgehen lässt. Dies wird über den Solarsektor hinaus positive Auswirkungen auf den gesamten Bereich der Erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Produktionsstätten und Arbeitsplätze in Europa haben", so Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun.

Als Folge der aggressiven Preispolitik chinesischer Hersteller seien im vergangenen Jahr mehr als 20 namhafte Solarfirmen in Europa aus der Produktion ausgestiegen oder hätten Insolvenz anmelden müssen. Nitzschke: "China hat keinen Kostenvorteil, im Gegenteil. Lohnkosten machen in der europäischen Solarindustrie im Schnitt gerade mal zehn Prozent aus. Damit ist die Solarbranche eine der Vorzeigebranchen innerhalb der EU. Diese weiter chinesischem Dumping auszusetzen wäre ein verheerendes Signal für die gesamte europäische Industrie."

Der Anteil chinesischer Produkte am europäischen Photovoltaik-Markt ist von quasi null Prozent im Jahr 2004 auf derzeit über 80 Prozent angestiegen. In den USA wurden chinesische Solarmodule bereits mit Antidumpingzöllen von 30 bis 250 Prozent belegt.

© 2012 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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