Mittwoch, 20. November 2019

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Fleischkonsum und Klimawandel

Häufig sind wir uns nicht bewusst, wieviele Ressourcen unser Fleischkonsum verschlingt und wieviele CO2-Emissionen durch dessen Produktion verursacht werden. Eine Reihe von Faktoren müssen näher betrachtet werden, um die Auswirkungen unseres Fleischkonsums verstehen zu können. Dazu sollten unter anderem die folgenden Faktoren beleuchtet werden:

1. Abholzung und Brandrodung

Die Entwaldung und Abholzung der Regenwälder für die Bereitstellung von Weideflächen und Flächen für Futtermittelanbau trägt grundlegend zu dem Problem bei. In Südamerika wurden in den letzten drei Jahrzenten mehr als 25% aller tropischen Regenwälder für die Zwecke der Viehzucht abgeholzt. Etwa 70% der verschwundenen Wälder des Amazonas wurden als Weideflächen für die Viehzucht verwendet. Die verursachten Emissionen durch Brandrodungen sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Nach Greenpeace entstammen 20% aller CO2-Emissionen der Welt aus der Brandrodung und Abholzung von Bäumen für landwirtschaftliche Zwecke.

2. Haltung, Produktion, Vertrieb

Haltung, Produktion sowie weite Transportwege in der Fleischherstellung verschlingen große Mengen an Energie, wobei zumeist fossile Energien wie z.B. Kohle oder Gas zum Einsatz kommen, die wiederum für einen hohen CO2-Ausstoss verantwortlich sind. Von der Weide bis zum Verkauf im Supermarkt werden Unmengen von Emissionen verursacht. Wird das finale Produkt tiefgekühlt verkauft, liegt der Wert aufgrund des hierfür benötigten Energieaufwandes noch einmal höher. Nicht zu vergessen ist außerdem der hohe Wasserverbrauch. So benötigt etwa ein einzelnes Steak in der Herstellung ca. 4000 Liter Wasser. Laut dem Vegetarierbund (VEBU) gilt die Faustregel, dass 1 kg Fleisch etwa zehnmal umweltbelastender ist als 1 kg Gemüse.

3. Methanausstoß

Neben CO2 entstehen in der Landwirtschaft große Mengen an Methan. Kühe, als Wiederkäuer, stoßen große Mengen Methan aus und tragen so grundlegend zum Treibhauseffekt bei. Methan ist etwa 20 Mal treibhauswirksamer als CO2. Je intensiver die Tierhaltung, desto mehr Methan wird produziert. Dabei stößt eine Hochleistungsmilchkuh etwa viermal so viel Methan (CH4) aus wie ein extensiv weidendes Rind.

4. Bodenbelastung durch Viehzucht

Durch die Viehzucht und der damit verbundenen Futterproduktion für das Nutzvieh werden die Böden mit Pestiziden, Ammoniak, Nitrat und Phosphor verunreinigt. Diese können leicht ins Grundwasser durchsickern und weitergehend Seen und Wasserstraßen verunreinigen. Die Verwendung von Gülle etwa, bestehend aus Dünger und Urin, enthält hochgradiges Ammoniak, welches negative Auswirkungen auf Wasser- und Luftqualität hat.

Auch die wachsende Menge an weltweiten Abfallmengen von Exkrementen aus der industralisierten Nutztierhaltung stellt durch ungeklärte Fragen der Lagerung und Ensorgung ein bedeutendes Umweltrisiko dar.

5. Verwendung von Lebensmittel als Futtermittel

Wurden Tiere früher mit Heu gefüttert, welches für Menschen als Nahrungsmittel unverwertbar war, so werden diese heute mit Kraftfutter wie z.B. Getreide, Soja und Fischmehl gemästet. Inzwischen wird weltweit etwa 36% der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert, die globale Sojaernte wird zu 70% zu diesem Zwecke verwendet. Auch knapp die Hälfte der Fischfänge und selbst ein Drittel der Milchprodukte gehen diesen Weg. Durch den steigenden Fleischkonsum werden so dringend benötigte Nahrungsmittel in den Entwicklungsländern als Tierfutter verwendet.

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