Stromkosten berechnen und Stromverbrauch senken
Spätestens wenn eine saftige Nachzahlung für den Strom notwendig wird, überlegt man sich genauer, welche Kosten die einzelnen Geräte im Jahr nach sich ziehen und ob der gewählte Stromtarif auch der richtige ist. Um seine eigenen Stromkosten zu berechnen sollte man als Verbraucher überlegen wie lange die jeweiligen Elektrogeräte pro Tag eigentlich laufen bzw. auf Standby sind und ob dies wirklich notwendig ist. Dadurch ergibt sich schnell ein großes Einsparpotential.
Wie berechne ich meinen Stromverbrauch und meine Stromkosten?
Um die Stromkosten eines Elektrogerätes auszurechnen, müssen Sie den Stromverbrauch in kWh wissen. Auf den meisten Geräten oder Stromverbrauchern wie Lampen ist der Stromverbrauch in Watt oder Kilowatt (1 kW = 1000 Watt) angegeben. Nun rechnen Sie zusammen, wieviele Stunden Sie das entsprechende Gerät pro Tag benutzen und können dann die Stromkosten pro Jahr nach folgender Formel berechnen:
Stundenverbrauch (Watt) x Nutzungstunden pro Tag x 365,25 x KWh-Preis
Beispiel:
Wieviel Stromkosten produziert meine Kaffemaschine?
Läuft eine Kaffemaschine mit 1000 W jeden Tag 3 Stunden, dann werden dadurch im Jahr 2190 kWh Strom verbraucht. Bei einem Strompreis von 22 Cent pro kWH summieren sich die Kosten auf rund 330 Euro pro Jahr.
1 kW * 3 h/Tag * 365,25 Tage * 0,21 Euro / kWh = 230,10 Euro
Spartipp: Bin ich aber konsequent und schalte die Kaffeemaschine regelmäßig nach der Nutzung aus, so kann ich die tägliche Nutzungdauer ggf. auf 1 Stunde verkürzen und verbrauche dann nur noch Strom für 76,70 Euro.
Im Haushalt lässt sich also einiges an Energie einsparen. So verbrauchen Kühl- und Gefriergeräte etwa 20 Prozent des Jahresstromverbrauchs, daher sollte bei einem Neukauf besonders auf die Energieffizienzklasse geachtet werden. Haben sie noch ein sehr altes Gerät zu Hause sollten Sie zudem über eine Neuanschaffung nachdenken da diese im Verhältnis gesehen sogar günstiger sein kann als die Stromkosten die das alte Gerät verursacht. Was für den Kühlschrank gilt, gilt auch für die Waschmaschine. Hier sollte zudem darauf geachtet werden stets das Waschvolumen auszunutzen und wenn möglich die Waschdauer und Waschzeit zu reduzieren. Diese Tipps können auch für den Geschirrspüler beachtet werden. Je geringer die Temperatur und die Spülzeit, desto weniger Strom wird verbraucht. Nur bei stark verschmutztem Geschirr ist das "Intensiv" Programm erforderlich. Auch beim Kochen lässt sich sparen, z.B. können Topfdeckel einem Stromverlust entgegenwirken. Für viele Verbraucher die offensichtlichste Stromverbrauchsquelle ist das Licht, diese macht ca. 15 Prozent des Gesamtverbrauchs aus. Durch die Verwendung von Stromsparlampen lässt sich einiges einsparen und außerdem sollte man stets darauf achten das Licht auszuschalten wenn man nicht im Raum ist. Auch die meisten Elektrogeräte wie Fernseher, Computer und Stereoanlagen verursachen einen Großteil der Stromkosten. Sogar im Standbybetrieb verbrauchen diese einiges an Strom, daher sollten diese besser immer ganz ausgeschaltet werden. Ein gutes Mittel dafür sind Steckdosenleisten mit Ein/Aus Schalter.
Berechnung der Stromkosten im Standby - Betrieb.
Viele Geräte im Haushalt befinden sich in der Regel im sogenannten Standby - Betrieb. Dabei wird zwar wenig Strom Verbraucht, jedoch summieren sich die Kosten schnell auf. Und das ist im Prinzip totale verschwendung, denn man kann die Geräte ja auch genauso gut komplett ausschalten.
Die Kosten Ihrer Geräte im Standby - Betrieb sind lassen sich schnell ausrechnen. Man nimmt seinen aktuellen Strompreis pro kwH und benötigt die den Verbrauch im Standby - Betrieb in Watt.
Die Jahreskosten pro Watt betragen bei einem Strompreis von 21 Cent pro kWh 1,84 €.
8,766 x 0,21€ = 1,84 €
Erklärung des Faktors 8,766: 1 Watt x 24 Stunden x 365,25 Tage = 8766 Wh = 8,766 kWh
Ein Watt Dauerstromverbrauch pro Tag bedeutet 8,77kWh pro Jahr
Damit ergeben sich z.B. bei einem Standby Verbrauch von 70 Watt pro Tag jährliche unnötige Stromkosten von 128,86 Euro.
Beachtet man als Verbraucher einige Stromspartipps lässt sich schon einiges an Stromkosten einsparen. Viele nützliche Stromspartipps sowie Ratgeber zum Energiesparen haben wir für Sie extra zusammengestellt.
Stromkosten sparen durch Stromanbieterwechsel
Zuerst einmal sollte der jetzige Stromtarif mit einem kostenlosen Stromrechner im Internet überprüft werden. Geben Sie dazu einfach Ihre Postleitzahl und den Jahresverbrauch in den Tarifrechner ein und in Sekundenschnelle bekommen Sie einen vollständigen Überblick über Ihren lokalen Strommarkt. In einigen Fällen lassen sich die jährlichen Stromkosten so um bis zu 400 € senken. Um die Stromkosten möglichst individuell zu berechnen empfiehlt es sich zudem auf persönliche Präferenzen, wie zum Beispiel eine Preisgarantie oder Tarife mit Vorauskasse zu achten. Hat man nun einen günstigeren Tarif gefunden sollte man möglichst bald den Stromanbieter wechseln. Dies lässt sich meist schon direkt online vornehmen und geht ganz einfach und schnell, da sich der neue Stromanbieter um alle weiteren Formalitäten wie zum Beispiel auch die Kündigung beim jetzigen Anbieter kümmert. Als Verbraucher sollte ein Stromvergleich regelmäßig vorgenommen werden da ständig neue Tarife auf den Markt kommen und sich so bares Geld einsparen lässt.
Kostenloser Stromvergleich und
einfacher, sicherer Stromanbieterwechsel.




