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Alt 13.05.2011, 07:39
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Daumen runter FlexStrom: falsche Abrechnung, kein Bonus

Hallo alle zusammen,
hier unsere Erfahrungen mit der Firma FlexStrom:
Den Wechsel haben wir beantragt im Dezember 2007, am 27.12.2007 haben wir dann eine Bestätigung erhalten, daß der Lieferbeginn voraussichtlich am 01.02.2008 erfolgt, was dann auch mit einem Schreiben vom 09.01.2008 bestätigt wurde und bis dahin alles wunderbar funktioniert hat. Aber dann...
Preiserhöhung in Form eines Werbeflayers zum 01.10.2008, die wir eigentlich nur rein zufällig aufgemacht und auch nur im Zusammenhang mit einem eventuellen Mehrverbrauch verstanden hatten - wir haben ja ein Paket von 3600 kWh gekauft und im Voraus bezahlt. Aus dieser “Wurfsendung” ging auch nichts anderes hervor. Am 14.10.2008 kam dann ein erneutes Schreiben mit den neuen Konditionen ab 01.02.2009, worauf wir uns entschieden hatten, den Vertrag zum 31.01.2009 zu kündigen. Diese wurde dann auch am 02.12.2008 von FlexStrom zu diesem Termin bestätigt. Zum Verständnis: 01.02.2008 bis 31.01.2009 sind für uns immer noch 12 Monate.
Am 08.06.2009 kam dann die erste Rechnung, bei der der Rechnungsbetrag grob zu stimmen schien, ohne jedoch, daß der versprochene Aktionsbonus berücksichtigt wurde und der Zeitraum der Abrechnung merkwürdigerweise nicht 12 sondern nur 11 Monate. Per Mail haben wir den Aktionsbonus angefordert und als Antwort einen Hinweis auf einen angeblichen falschen Zählerstand bekommen(!), den wir moniert haben sollen. Ab dem Zeitpunkt wurde es interessant, da wir uns die Rechnung etwas genauer angeschaut hatten und festgestellt, daß bis auf den Anfangszählerstand nichts mehr gestimmt hat:

1.Der Abrechnungszeitraum (wie bereits erwähnt) wurde auf 11 Monate verkürzt
Hier aus den AGBs Pkt. 2.3: “Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten ... Das Recht zu ordentlichen Kündigung während dieser Midestlaufzeit ist ausgeschlossen...”
2.Der Zählerstand am "Ablesung Ende" war tatsächlich falsch (anteilig für 11 Monate 200kWh zu viel), obwohl der korrekte Stand zum 31.02.2008 sowohl an FlexStrom als auch an den Verteilnetzbetreiber übermittelt und sogar bestätigt wurde.
3.Der vertraglich vereinbarter und vorausbezahlter Paketpreis wurde erhöht und anteilig mit dem teureren Tarif abgerechnet
4.Das Paketvolumen wurde um ca. 10% auf 3250 kWh reduziert
5.Mit dem teueren Tarif wurden ca. 700KWh mehr abgerechnet als in der selben Rechnung ausgewiesen
Lt. Rechnung: Summe für Tarif 1590: 1322,9 kWh
Abgerechnet im teueren Paket: Anteilig Paket im Tarif 1590: 885kWh + der gesamter Mehrverbrauch: 1134kWh =2019kWh !!!
6.Der gesamte Mehrverbrauch wurde mit dem teurerem Tarif abgerechnet - eine Masche, die alle betrifft, bei denen eine Rechnungsstellung mit Mehrverbrauch und mit zwei Tarifen gestellt wurde. Hierzu konnte man eine Bespiel-Endrechnug auf den Internetseiten von FlexStrom finden, aus denen hervorging, daß es sich um die normale Vorgehensweise handelt, bei denen die Kunden vorsätzlich eine zu hohe Rechnung gestellt bekommen. Diese Beispielrechnug wurde allerdings von FlexStrom bereits entfernt, kann aber von mir jede Zeit präsentiert werden. (Für die Betroffenen: bitte den in der Rechnung angegebenen Gesamtverbrauch in dem teueren Tarif mit der Summe des Paketanteils und des mit dem teueren Tarif abgerechneten Mehrverbrauchs vergleichen! => siehe oben)
7.Der Aktionsbonus wurde nicht berücksichtigt (abgesehen davon, daß der Abrechnungszeitraum seitens FlexStrom vertragswidrig verkürzt wurde, steht weder in unserem Vertrag noch in den AGBs etwas davon, daß der Aktionsbonus an eine Mindestlaufzeit gebunden ist. Eine Änderung des so oft zitierten AGB-Punktes 7.3 wurde offenbar später vorgenommen, in dem eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten hinzugefügt wurde
8.Die einzelnen Rechnungsposten wurden falsch zusammenaddiert!!! In diesem Fall allerdings zu unserem Vorteil (48,52€), weshalb in der ersten Durchsicht wir davon ausgegangen sind, daß nur der Aktionsbonus fehlt.

Da auf unsere Aufforderungen, uns eine korrigierte Endabrechnung zu senden, nur Hinhaltetaktik folgte, wurde der bereits eingezogene Betrag zurückgebucht und die erteilte Einzugsermächtigung entzogen.

Seit dieser Zeit gab es einen regen Schriftverkehr:
1.08.06.2009: Rechnung Nr. 1 über 188.11€
2.30.07.2009: 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 1
3.10.08.2009: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 1
4.01.10.2009: Rechnung Nr. 2 über 236,63€ (der Additionsfehler wurde korrigiert mit eine Begründung: “aufgrund eines manuellen (!!!) Rechenfehlers wurde auf Ihrer Schlussrechnung ... ein falscher Endbetrag ausgewiesen...
5.14.10.2009: 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 2
6.28.10.2009: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 2
8.11.12.2009: Forderung vom Inkasso Syllego über 938,- € (!!!)
9.14.12.2009: korrigierte Forderung vom Inkasso-Büro Syllego über insgesamt 274,58 €

Nach dem erneuten Widerspruch passierte erstmal 11 Monate nichts!!!

10. 19.11.2010: neue Rechnung Nr. 3 über 145,55€ (nur noch der vertraglich vereinbarter Tarif, aber Abrechnungszeitraum 11 Monate und der Aktionsbonus fehlte immer noch; siehe auch Verbraucherzentrale Hamburg | Flexstrom muss sich berichtigen)
11. 09.12.2010: 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 3
12. 17.12.2010: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 3
13. 03.02.2010: neue Rechnung Nr. 4 über den gleichen Betrag von 145,55 €
14. 17.02.2011: ein Wunder: per Mail: “Wir werden den Bonus auf der Rechnung gutschreiben.”
15. 18.02.2011: neue Rechnung Nr. 5 über den gleichen Betrag von 145.55 € (der Aktionsbonus wurde erneut nicht berücksichtigt
16. 08.03.2011. 1. Mahnung zu Rechnung Nr. 5
17. 17.03.2011: 2. Mahnung zu Rechnung Nr. 5
18. 03.05.2011: zweite "1. Mahnung” zu Rechnung Nr. 5
19. 13.05.2011: zweite "2. Mahnung" zu Rechnung Nr. 5
Fortsetzung folgt!

Dazwischen liegen ca. 27 Monate eines regen Brief- und Mailverkehrs , in dem wir FlexStrom immer wieder aufgefordert hatten uns eine korrekte Rechnung zu senden, damit wir den noch ausstehenden Betrag überweisen können, oder alternativ den von uns nicht anerkannten Betrag gerichtlich einzufordern. Weder das Eine noch das Andere ist geschehen.
In der Zwischenzeit haben wir uns erlaubt, mit einer vorherigen Ankündigung, für alle uns entstandenen Kosten einen Schadenersatz und Aufwandsentschädigung einzufordern (5 x Einschreibebrief, Beratung bei der Verbraucherzentrale, ca. 30 Mails...), was wir dann bei einem eventuellen gerichtlichen Verfahren sebstverständlich auch fordern werden.

Im Gegenteil zu vielen anderen Betroffenen, haben wir den Vorteil, daß nicht wir unserem Geld hinterher rennen müssen, sondern (was natürlich auch nicht bestritten wird) FlexStrom einen Restbetrag zu erhalten hat. Bei dieser Dreistigkeit geht es uns schon lange nicht mehr um den Aktionsbonus (bei uns sind es "nur" 50€) sondern ums Prinzip und wir sind gerne bereit diese Streitfrage auch gerichtlich klären zu lassen.


##############
03.09.2011
Nachtrag: Nach dem letzten Widerspruch habe ich im Zusammenhang mit der noch ausstehenden korrigierten Endabrechnung seit fast 4 Monaten nichts mehr von Flexstrom gehört.

Geändert von wron65 (03.09.2011 um 20:17 Uhr). Grund: Pkt. 19: Erweiterung "Schriftverkehr" => weitere Mahnung
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