Lexikon: Energie 8 Einträge mit O

Lexikon: Energie

8 Einträge in O.

  • Offshore-Anlagen sind Windkraftanlagen, die auf dem Meer vor der Küste gebaut werden. Man spricht auch von Onshore-Anlagen, wenn die Windkraftanlagen an Land errichtet werden.

  • Im Gegensatz zur Aufstellung von Windturbinen auf dem Festland (On-Shore) können Windturbinen auch auf dem offenen Meer installiert werden. Zum einen kann dadurch die zugängliche Fläche erhöht werden, zum anderen sind die Windgeschwindigkeiten auf dem offenen Meer deutlich höher als an Land. Dies liegt daran, dass Wasser viel geringere Reibungsverluste verursacht als die wesentlich raueren Landflächen. Darüber hinaus sollen durch den Betrieb von Windparks auf See Eingriffe in die Landschaft und Umwelt minimiert werden.

    Probleme der Offshore-Windenergienutzung sind folgende:

    • Die Befestigung der Masten muss auf dem Meeresgrund stattfinden, was wesentlich aufwendiger ist als die Installation auf dem Festland.
    • Die Materialien sind wegen der größeren Windgeschwindigkeiten höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt.
    • Die Materialien sind durch das salzhaltige Seewasser einer höheren Korrosivität ausgeliefert.
    • Der erzeugte Strom muss mit aufwendig zu verlegenden und teuren Seekabeln zum Festland transportiert werden.
    • Die Aufstellung auf dem offenen Meer kann ein Schifffahrtshindernis werden.

    • Der Einfluss auf die marinen Ökosysteme ist nicht hinreichend bekannt.

  • Das Ozonloch über der Antarktis wurde erstmals 1985 nachgewiesen - es gab aber schon viel früher Hinweise darauf. Die resultierende Zunahme der UV-B-Strahlung an der Erdoberfläche kann zu Gesundheitsschäden wie Hautkrebs führen. Die Größe des Ozonlochs schwankt im Jahresrhythmus. Amerikanische Klimaforscher hatten 2006 festgestellt, dass sich die Ozonschicht über dem Südpol erholt, aber nur langsam und vor allem in niedrigeren Lagen der Atmosphäre. Die Klimaforscher gehen davon aus, dass das Ozonloch über der Antarktis nicht vor 2065 verschwinden wird.

  • Die Ozonschicht umhüllt in mehr als 12 Kilometern Höhe die Erde wie ein schützender Filter. Sie absorbiert weitgehend die schädlichen kurzwelligen ultravioletten Strahlen der Sonne. 90 bis 95 Prozent des in der Atmosphäre vorkommenden Ozons befinden sich in der Stratosphäre (12 bis 50 Kilometer Höhe).

  • Bei einem Öko Tarif entstammt der Strom nur regenerativen Energiequellen.

  • Das Prinzip der Ökologischen Steuerreform ist einfach: "Mehr Arbeitsplätze bei weniger Umweltbelastung". Konkret heißt das: Um den umweltschädigenden Verbrauch fossiler Energieträger zu reduzieren, werden die Steuern auf diese erhöht. Das schafft Anreize für Energieeinsparung, Innovationen für energieeffiziente Technologien und für die Nutzung von erneuerbaren Energien. So können die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen gesenkt und die Ölabhängigkeit verringert werden. Mit den Einnahmen werden die Sozialversicherungsbeiträge auf Lohnarbeit gesenkt.
    Im Rahmen der Ökologischen Steuerreform wurden zwischen 1999 und 2003 die Steuern auf Kraftstoffe, Strom sowie leichtes Heizöl und Gas in kleinen, vorhersehbaren Schritten angehoben. Die Einnahmen werden ganz überwiegend zur Senkung der Lohnnebenkosten eingesetzt, indem für Arbeitnehmer und Unternehmen die Rentenversicherungsbeiträge gesenkt werden. Ein kleinerer Teil wird für die Förderung der erneuerbaren Energien und der energetischen Gebäudesanierung verwendet; hinzu kommen Steuerbegünstigungen unter anderem für effiziente Kraftwerke und den öffentlichen Verkehr. Damit wird zum einen der Klimaschutz gefördert und unterstützt; zum anderen wird Arbeit verbilligt und attraktiver gemacht.
    Ohne die Ökosteuer wären die Beiträge zur Rentenversicherung um 1,7 Prozentpunkte höher. Durch diese Senkung der Lohnnebenkosten wurden nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung 250.000 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. gesichert.
    Wie eine Studie des DIW weiterhin belegt, hat die Ökologische Steuerreform einen Rückgang der CO2-Emissionen um 2,4 Prozent bis 2003 bewirkt; bis 2010 wird dieser Rückgang auf 3 Prozent ansteigen. Der Kraftstoffverbrauch ist nach jahrzehntelangem Anstieg im Zeitraum 1999 bis 2005 um insgesamt 17 Prozent zurückgegangen � ein klarer Beleg für die Wirksamkeit preislicher Anreize.
    Anknüpfend an den Erfolgen der Ökologischen Steuerreform wurde und wird diese zur Ökologischen Finanzreform ausgebaut. Insbesondere erfolgte seit 2003 ein Abbau umweltschädlicher Subventionen z.B. in den Bereichen Eigenheimzulage, Pendlerpauschale und Kohlesubventionen. Dies entlastet nicht nur das Klima, sondern auch die öffentlichen Haushalte. In 2005 wurde eine LKW-Maut eingeführt.
    Mit dem am 1. August 2006 in Kraft getretenen Energiesteuergesetz wird die EU-Richtlinie zur Energiebesteuerung umgesetzt. Mit dem Energiesteuergesetz wurden die Steuern auf den Einsatz von Erdgas und Mineralöl zur Stromerzeugung abgeschafft. Eingeführt wurde eine Steuer auf Kohle zu Heizzwecken, eine Teilbesteuerung von Biodiesel und eine Steuerbefreiung für energieintensive Prozesse.

     

  • Die umstrittene Ökosteuer wird in Deutschland seit April 1999 erhoben. Das Prinzip: Energie sollte nach dem Willen der rot-grünen Bundesregierung teurer werden, damit die Verbraucher sparsam damit umgehen und so die Umwelt schonen. Andererseits sollte mit Mitteln aus der Ökosteuer die Rentenkasse entlastet werden. Das sollte Arbeitsplätze sichern. Opposition und Wirtschaftsverbände halten dagegen: Die Steuer sei Etikettenschwindel, unsozial und bremse den Aufschwung.
    Bereits im ersten Jahr kassierten die Finanzämter 4,3 Milliarden Euro. Nach Einführung der fünften und letzten Stufe im Jahr 2003 waren es bereits mehr als 16 Milliarden. Betroffen waren insbesondere die Autofahrer, weil sich an den Zapfsäulen die Preise für Benzin und Diesel mehrfach verteuerten. Zuletzt erhöhte sich die Abgabe am 1. Januar 2003 um 3,07 auf nunmehr 17,78 Cent je Liter. Die Stromsteuer wurde zu Beginn des Jahres um 0,26 Prozent angehoben. Auch Heizen mit Erdgas und Nachtspeicheröfen wurde teurer.
    Die Regierung zieht eine positive Bilanz der ökologischen Steuerreform, der Bund der Steuerzahler und einige Forschungsinstitute sind dagegen skeptisch. Eine ökologische Umorientierung sei kaum gelungen, urteilte des Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Der Bund der Steuerzahler meinte, von einer Zunahme der Beschäftigung könne keine Rede sein.

  • Ökostrom ist Strom, der ausschließlich aus regenerativen (erneuerbaren) Energiequellen erzeugt wird. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Wind, Sonne und Biomasse.